Weniger Arbeit, mehr Output – und das schon nach wenigen Monaten. Niederösterreich zeigt, wie KI den Berufsalltag verändert.
Das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und das Haus der Digitalisierung haben gemeinsam ein Whitepaper veröffentlicht, das die Möglichkeiten generativer künstlicher Intelligenz im beruflichen Alltag beleuchtet. Aktuelle Studiendaten belegen, dass bereits ein Fünftel der Anwender zwischen zehn und zwanzig Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit einspart – obwohl knapp sieben von zehn Nutzern weniger als ein Jahr Erfahrung mit KI-Anwendungen mitbringen. Studienleiter Michael Bartz sieht darin erhebliches Potenzial: „Wer GenAI im Arbeitsalltag ausprobiert und erste Erfolge erlebt, kann sehr schnell einen konkreten Nutzen erzielen.“
Politische Rückendeckung
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hob die Bedeutung dieser technologischen Entwicklung hervor: „Die Studie zeigt, dass generative KI schon heute Arbeitsabläufe effizienter machen kann.“ Wirtschaftskammerpräsident Wolfgang Ecker verwies auf den strategischen Mehrwert für Unternehmen: „Wenn Routineaufgaben schneller erledigt werden und dadurch mehr Zeit für Kundinnen und Kunden, neue Ideen oder anspruchsvollere Aufgaben entsteht, wird KI zum Wettbewerbsvorteil.“
Klare Rahmenbedingungen
Industriellenvereinigung-Präsident Kari Ochsner mahnte zugleich einen geordneten Umgang mit den neuen Technologien ein und forderte „klare Rahmenbedingungen, sichere Anwendungen und Führungskräfte, die den Wandel aktiv gestalten.“ Damit soll einer unkontrollierten privaten Nutzung im betrieblichen Umfeld entgegengewirkt werden. Das Haus der Digitalisierung in Niederösterreich plant, mit gezielten Workshops die praktische Anwendung generativer KI voranzutreiben und das Bewusstsein dafür in der Breite zu verankern.