Im Jänner 2018 verschwand die 21-jährige Jennifer S. aus ihrer Wohnung in Wien-Brigittenau. Die Ermittlungsbehörden vermuteten von Anfang an ein Verbrechen und richteten ihren Fokus auf den ehemaligen Lebensgefährten der jungen Frau. Trotz bestehender Verdachtsmomente reichten die damaligen Beweise für eine Verhaftung nicht aus.
Den entscheidenden Durchbruch brachte eine Sprachnachricht in einem Chatforum, in der der 32-jährige Österreicher mit polizeibekannter Vergangenheit detailliert beschrieb, wie man eine Leiche am besten beseitigen könne. Diese aufschlussreichen Äußerungen veranlassten die Ermittler, den Verdächtigen intensiver ins Visier zu nehmen.
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Vollständiges Geständnis
Kurz nach einer weiteren Befragung legte der Mann ein vollständiges Geständnis ab und führte die Polizei zu den Überresten der Jus-Studentin. In seiner Aussage schilderte er, wie er Jennifer S. während eines Streits von hinten gepackt und erwürgt hatte. Nach der Tat entkleidete er das Opfer, transportierte den Leichnam in einem Koffer aus der Wohnung und fuhr mit seinem Wagen nach Großweikersdorf, wo er die tote Frau unter Laub und Zweigen vergrub.
Zweite Versteckaktion
Als die Polizei im März 2018 das Handy und Fahrzeug des Tatverdächtigen sicherstellte, suchte dieser den ursprünglichen Ablageort erneut auf. Er wickelte die sterblichen Überreste in Planen ein und brachte sie zum Truppenübungsplatz Allentsteig, wo er sie ein zweites Mal vergrub.
Am Montag geleitete der geständige Täter die Beamten schließlich zu jener Stelle, an der er die Leiche versteckt hatte.
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