Panik auf Mallorca: Eine 85-jährige Italienerin erlitt beim Schwimmen eine tiefe Wunde. Während Rettungskräfte einen Hai vermuten, deutet das Aquarium auf einen Rochen hin.
Nach einem Vorfall am Strand von Palma auf Mallorca wurde eine rote Flagge gehisst, die das Baden untersagt. Am Balneario 6 (Strandabschnitt 6) erlitt eine 85-jährige Italienerin eine tiefe Wunde an der Wade während des Schwimmens. Die stark blutende Verletzung erforderte sofortige medizinische Hilfe. Wie ntv berichtet, geht man davon aus, dass ein Meerestier für den Angriff verantwortlich war. Rettungsschwimmer leisteten Erste Hilfe, bevor die Frau zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert wurde.
Strandabschnitte gesperrt
Als Reaktion auf den Zwischenfall wurden die Strandabschnitte Balneario 1 bis 10 für Badegäste gesperrt. Einsatzkräfte durchsuchten mit Booten und Jet-Skis das Gewässer nach einem möglichen Hai. Während die Rettungsschwimmer von einem Haiangriff ausgehen, vertritt das Palma Aquarium eine andere Einschätzung: Die Verletzung weise eher auf eine Attacke durch einen Rochen hin, da es sich um einen Schnitt und nicht um einen Biss handle.
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Die Sicherheitsmaßnahmen blieben bis zum Nachmittag bestehen, wobei zwei Strandabschnitte weiterhin gesperrt blieben.
Experten sehen keine Hai-Anzeichen
Meeresbiologie-Experten des Palma Aquariums äußerten nach genauerer Untersuchung deutliche Zweifel an einem Haiangriff. Die Verletzung der Frau weist nach ihrer Einschätzung nicht die typischen Merkmale eines Hai-Bisses auf. Vielmehr deute die Art der Wunde auf einen Angriff durch einen Drückerfisch oder Blaufisch hin, die ebenfalls im Mittelmeer vorkommen und gelegentlich Menschen verletzen können, jedoch als weniger gefährlich gelten.
Nach intensiver Suche mit Jetskis wurden am Nachmittag desselben Tages die Sperrungen wieder aufgehoben, da keine Hinweise auf einen Hai gefunden wurden. Das Baden unter Aufsicht ist mittlerweile wieder erlaubt.
📍 Ort des Geschehens