Ein Anruf, ein falsches Versprechen und plötzlich ist das Konto leer. Eine Tirolerin erlebte, wie schnell Vertrauen ausgenutzt werden kann.
Eine 31-jährige Frau aus dem Tiroler Oberland ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden und hat dabei einen mittleren vierstelligen Eurobetrag verloren.
Am Sonntag meldete sich bei der Tirolerin eine ihr unbekannte Nummer. Der Anrufer – ein Mann mit hochdeutschem Akzent – gab vor, auf ihrem Konto seien verdächtige Unregelmäßigkeiten bei Überweisungen festgestellt worden.
Konto leergeräumt
Dem Drängen des Mannes folgend erhöhte die Frau ihr Überweisungslimit, gab ihre Kontodaten bekannt und bestätigte schließlich in ihrer Banking-App einen angezeigten Antrag. Die Folge: Ein mittlerer vierstelliger Betrag wurde von ihrem Konto abgebucht.
Wichtige Schutzmaßnahmen
Fachleute raten dringend dazu, bei Anrufen von unbekannten Nummern keinerlei persönliche oder finanzielle Daten weiterzugeben. Kein seriöses Kreditinstitut fordert derartige Angaben jemals über das Telefon ein. Wer unsicher ist, sollte das Gespräch beenden und selbständig über die offizielle Nummer bei seiner Bank nachfragen.
Auf Aufforderungen, Überweisungslimits zu ändern oder Transaktionen zu bestätigen, sollte man ohne vorherige Rückversicherung über die Echtheit der Anfrage keinesfalls eingehen.
Wer in eine vergleichbare Situation gerät, sollte unverzüglich seine Bank kontaktieren, um eine mögliche Überweisung noch aufhalten zu lassen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei der Polizei Anzeige zu erstatten sowie den Vorfall einer Verbraucherschutzorganisation zu melden, die weitere Maßnahmen zur Schadensbegrenzung aufzeigen kann.