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Vorsicht: Quallen überschwemmen Urlaubsparadies!

Vorsicht: Quallen überschwemmen Urlaubsparadies!
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Transparente Gefahr im Badeparadies: An Nord- und Ostsee sorgen derzeit vermehrt Quallen für Unruhe. Besonders Feuerquallen können den Badespaß schmerzhaft beenden.

Beim Baden an Nord- und Ostsee droht aktuell Ungemach durch Quallen. Obwohl die meisten Arten keine Gefahr darstellen, können besonders Feuerquallen unangenehme Hautreaktionen verursachen. Das Landesamt für Umwelt in Schleswig-Holstein hat daher Ratschläge für Badegäste veröffentlicht.

Bei erhöhtem Quallenaufkommen in Badebuchten empfehlen Experten besondere Vorsicht. Verzichten Sie aufs Schwimmen, wenn zahlreiche Quallen im Wasser treiben – selbst abgerissene Tentakel behalten ihre Nesselwirkung. Wer dennoch ins Wasser geht, sollte ruhige Bewegungen machen, da hektisches Schwimmen die Tiere durch Wasserverwirbelungen sogar anziehen kann.

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Vorsicht gilt auch bei Strandwanderungen: Selbst tote Quallen können noch Hautreizungen verursachen.

Gefährliche Arten

Besonders problematisch sind laut LfU (Landesamt für Umwelt) drei Arten: Die Gelbe Nesselqualle (auch Feuerqualle genannt), die Blaue Nesselqualle sowie die Kompassqualle verfügen über besonders wirksames Nesselgift. Bereits flüchtiger Kontakt mit ihren Tentakeln kann schmerzhafte Reaktionen auslösen – von Brennen und Schwellungen bis hin zu Blasenbildung und intensivem Juckreiz.

In seltenen Fällen können auch schwerwiegendere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufprobleme oder sogar Bewusstseinsstörungen auftreten.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die hochgiftige Klammerqualle (Gonionemus vertens), die ursprünglich aus dem Pazifik stammt. Sie wurde erstmals im Juli 2025 im Öresund zwischen Dänemark und Schweden nachgewiesen und breitet sich laut Experten zunehmend auch in der Ostsee aus. Ihr Gift kann bei Hautkontakt schwere gesundheitliche Reaktionen wie starke Schmerzen, Muskelkrämpfe, Atemnot und im Extremfall sogar einen anaphylaktischen Schock verursachen. Wissenschaftler und Behörden warnen vor erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe von Seegraswiesen, wo diese Art bevorzugt lebt.

Erste Hilfe

Nach Kontakt mit einer Qualle ist rasches Handeln wichtig: Tentakelreste sollten mit Meerwasser abgespült, keinesfalls trocken abgewischt werden. Bei hartnäckigen Resten hilft das Aufstreuen von Sand, der nach dem Antrocknen vorsichtig mit einer Plastikkarte abgeschabt werden kann.

Süßwasser ist tabu, da es weitere Nesselkapseln aktivieren kann. Zur Linderung der Beschwerden eignen sich Brandsalben und juckreizhemmende Präparate.

Bei stärkeren Reaktionen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Klimawandel fördert Quallenplage

Meeresforscher bestätigen, dass das vermehrte Auftreten der Klammerqualle und anderer Quallenarten in Nord- und Ostsee direkt mit dem Klimawandel zusammenhängt. Die steigenden Wassertemperaturen verbessern die Fortpflanzungs- und Lebensbedingungen für Quallen deutlich, wodurch ihre Populationen in den Sommermonaten zunehmen. Diese Entwicklung dürfte sich in den kommenden Jahren weiter verstärken und stellt Urlauber wie auch Badebehörden vor neue Herausforderungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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