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Problem

Strandliegen schon um 6:30 Uhr besetzt: Urlauber platzt der Kragen

Strandliegen schon um 6:30 Uhr besetzt: Urlauber platzt der Kragen
FOTO: iStock/Natallia Sys
3 Min. Lesezeit |

Bereits um 6:30 Uhr morgens machte der deutsche Urlauber Mike Klein auf ein Problem aufmerksam, das Touristen am Kamena-Strand in Tucepi zunehmend betrifft: Mitarbeiter eines Liegestuhlverleihs belegen den natürlichen Schatten am Strand systematisch mit leeren Sonnenliegen und Handtüchern – noch bevor die ersten Badegäste eintreffen. Damit entsteht der Eindruck, die Plätze seien bereits vergeben. Wer keinen Liegestuhl mieten möchte, findet kaum noch einen schattigen Platz und ist gezwungen, sich entweder auf die kostenpflichtigen Angebote einzulassen oder sich der direkten Sonne auszusetzen.

Klein ist mit seiner Frau und drei kleinen Kindern in Tucepi im Urlaub und schildert die Situation aus eigener Erfahrung. „Obwohl wir sehr früh am Strand ankommen, sind wir regelmäßig gezwungen, uns an Orten niederzulassen, die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, oder auf Flächen, die nur teilweise und kurzzeitig Schatten spenden“, sagte Klein. Sein einjähriges Kind habe infolgedessen bereits einen Hitzeausschlag entwickelt. Klein betont ausdrücklich, dass er das Vermieten von Liegestühlen grundsätzlich nicht ablehne – sein Einwand richte sich allein gegen die Belegung öffentlicher Flächen.

Fehlende Kontrollen

Die Gemeinde Tucepi hatte das Zurücklassen von Handtüchern zum Reservieren von Strandplätzen bereits 2024 unter Strafe gestellt, mit Bußgeldern von bis zu 130 Euro. Dennoch mangelt es an der tatsächlichen Durchsetzung: Gemeindewächter Leon Saric bestätigte gegenüber Morski.hr, dass der Gemeinde derzeit die gesetzlich vorgeschriebene maritime Wache fehlt, um entsprechende Maßnahmen im Strandbereich umzusetzen. Dem Seerecht und dem Gesetz über Seehäfen zufolge ist der Strand öffentlich zugänglich, und niemand darf ohne rechtliche Grundlage einen Teil der Küste für sich beanspruchen.

Die Stadt Makarska hat im Juli 2024 in einer offiziellen Stellungnahme bestätigt, dass das kroatische Gesetz über die Nutzung der Küste ausdrücklich verbietet, öffentliche Strände zu privatisieren oder Plätze mit Gegenständen zu reservieren, ohne selbst anwesend zu sein. Die lokale Verordnung in Tucepi basiert somit auf einer landesweiten gesetzlichen Grundlage.

Klein wandte sich mit seinem Anliegen an die zuständigen Behörden, die daraufhin bestätigten, eine verstärkte Kontrolle der Konzessionsinhaber am Kamena-Strand angeordnet zu haben.

Liegestühle als Problem

Auf ein noch weiterreichendes Problem macht die Bürgermeisterin von Supetar, Ivana Markovic, aufmerksam: Kommerzielle Liegestühle seien schwieriger zu handhaben als Handtücher, die sich vergleichsweise unkompliziert entfernen ließen. Sonnenliegen dürften nicht beliebig am Strand ausgelegt, sondern müssten gestapelt werden. „Die Menschen müssen gewarnt und aufgeklärt werden“, sagte Markovic.

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KO KOSMO-Redaktion
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