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Tarantelsichtung

Tarantel-Alarm in Österreich: Erste Sichtungen früher als erwartet

Tarantel-Alarm in Österreich: Erste Sichtungen früher als erwartet
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Groß, auffällig und auf dem Vormarsch: Österreichs größte Spinnenart taucht früher auf als gewohnt – und das gleich zweimal.

In den Bezirken Mistelbach und Mödling in Niederösterreich wurden zuletzt zwei Exemplare der Südrussischen Tarantel gesichtet. Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund zufolge wurden beide Tiere „an Feldrändern entfernt von Siedlungen“ angetroffen. Das sei wenig überraschend, da sich die Spinnen zu dieser Jahreszeit noch überwiegend in der freien Natur aufhalten.

Bemerkenswert ist dennoch, dass der Naturschutzbund heuer bereits zwei Meldungen verzeichnet hat – obwohl die Tiere erfahrungsgemäß erst im Herbst häufiger in Erscheinung treten. Darüber berichtet das Portal 5 Minuten. Im Vergleich: 2023 verzeichnete der Naturschutzbund insgesamt 143 Meldungen zur Südrussischen Tarantel in Österreich, wovon 113 anhand von Fotos einwandfrei bestätigt werden konnten.

Harmlos, aber imposant

Die Südrussische Tarantel gilt als die größte Spinnenart Mitteleuropas. Ursprünglich in der eurasischen Steppe beheimatet, hat sie ihr Verbreitungsgebiet bis nach Russland und Osteuropa ausgedehnt. In Österreich ist die Art seit rund 100 Jahren nachgewiesen und breitet sich seit einigen Jahrzehnten vor allem im Nordosten des Landes langsam aus – vorrangig in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland.

Trotz ihrer imposanten Erscheinung, die bei vielen Menschen Unbehagen auslöst, stufen Fachleute sie als harmlos ein. „Sie ist zwar groß, aber nicht gefährlich“, stellt Trcka-Rojas klar. Mit sinkenden Temperaturen im Herbst nähern sich die Tiere zunehmend menschlichen Siedlungen, um geeignete Winterquartiere zu finden.

Empfehlung bei Fund

Für Aufmerksamkeit sorgte im vergangenen Jahr eine Burgenländerin, die eine Südrussische Tarantel in ihrem Wohnhaus entdeckt hatte und das Tier schließlich nach draußen brachte. Der Naturschutzbund empfiehlt in solchen Fällen, die Spinne in einiger Entfernung vom Gebäude auszusetzen. Der Hintergrund dieser Empfehlung: „Sie erinnert sich nämlich, wo sie ins Haus reingegangen ist.“

Wer auf eine Südrussische Tarantel trifft, hat die Möglichkeit, die Beobachtung über die Online-Plattform „Naturbeobachtung“ zu dokumentieren. Die dort abrufbare Verbreitungskarte belegt eindrücklich, wie fest die Spinne im Raum Wien und im gesamten Nordosten Österreichs bereits Fuß gefasst hat.

Vereinzelt liegen sogar Meldungen aus der Steiermark vor.

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KO KOSMO-Redaktion
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