Start NEWS Chronik Terrorist droht Österreich nach Haftentlassung mit Anschlag
11. DEZEMBER

Terrorist droht Österreich nach Haftentlassung mit Anschlag

(FOTO: iStockphotos)

Ein verurteilter Terrorist soll für den Tag seiner Haftentlassung am 11. Dezember einen Anschlag geplant haben. Seine Mitinsassen warnten die Behörden.

„Dann schnall ich mir einen Gürtel um und dann macht’s bumm“ – mit diesen Worten soll der verurteilte Magomed I. Österreich mit einem Anschlag am 11. Dezember 2020 gedroht haben, wie die „Heute“ berichtet. Der 42-jährige wurde 2017 in Wien als ehemaliger Kommandant einer Kämpfer-Gruppe der Terrororganisation „Emirat Kaukasus“ zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im Oktober wurde seine Entlassung für den 11. Dezember gerichtlich beschlossen. Doch I. soll bereits einen Terroranschlag für den Tag seiner Entlassung geplant haben – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – wie Mithäftlinge der Justizanstalt Suben (OÖ) laut „Heute“-Bericht ausgesagt haben sollen. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung soll bereits in der heiklen Causa ermitteln.

Staatsanwalt bestätigt Ermittlungen
Mitinsassen des Verdächtigen, der die letzten Jahre in der Justizanstalt Suben (OÖ) hinter Gittern saß, sollen Alarm geschlagen, und die Behörden gewarnt haben. Auf „Heute“-Anfrage bestätigte Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried, „dass ein Strafverfahren wegen gefährlicher Drohung eingeleitet wurde“. Derzeit würde es intensive Erhebungen gegen den verurteilten Terroristen, der sich selbst den Spitznamen “Shrek” verpasste, geben. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, könne man bei der Staatsanwaltschaft derzeit keine weiteren Informationen bekanntgeben.

Seit 2005 in Österreich
Der bereits einmal verurteilte und erneut im Verdacht stehende Terrorist ist 2005 von Tschetschenien nach Österreich gekommen. 2009 wurde im Asyl gewährt doch 2017 wurde der 42-Jährige in Wien zu sieben Jahren Haft verurteilt. „Ich bin kein Terrorist. Wenn ich einer wäre, würde ich den Mut haben, es zuzugeben“, beteuerte I. damals im Großen Schwurgerichtssaal. Der Mann behauptete damals, dass ihn der tschetschenische Präsident Ramazan Kadyrow gefoltert und mit der Vergewaltigung seiner Schwester gedroht habe. Nur deshalb habe er getan, was er getan hat. Er sei selbst „Geisel der Situation“ gewesen.

Entlassung im Oktober beschlossen
Nun, einen Monat nach dem schrecklichen Wien-Attentat, soll Magomed I. in der Justizanstalt Suben Pläne für ein Sprengstoff-Attentat am Tag seiner Entlassung geschmiedet haben. Laut „Heute“ soll er mittlerweile in die Justizanstalt Ried verlegt worden sein. Im Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Ried keine Rechtsmittel gegen die beschlossene bedingte Entlassung eingelegt. Doch nach diesen neuen Informationen, möchte sie die Entlassung ablehnen. Geht sich das „wegen der 14-Tages-Frist für Einsprüche nicht mehr aus, wandert Magomed I. umgehend in Schubhaft.“ Magomed I. wird also nicht die Gelegenheit haben, etwaige Terror-Pläne in die Tat umzusetzen.

Quellen und Links: