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Alternative

Tetrapak statt Plastik: Erster Getränkehersteller stellt wegen Pfand um

Tetrapak statt Plastik: Erster Getränkehersteller stellt wegen Pfand um
FOTO: iStock/tavan amonratanasareegul
2 Min. Lesezeit |

Pfandfrei statt Pfandpflicht: Rauch testet für seinen Eistee eine neue Strategie mit Kartonverpackungen. Die Tetrapaks könnten dem Einwegpfand ein Schnippchen schlagen.

Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch bietet seinen Eistee neuerdings auch in 0,5-Liter-Kartonverpackungen an. Diese pfandfreie Alternative könnte sowohl für Händler als auch Konsumenten Vorteile gegenüber den pfandpflichtigen Behältnissen bieten. Seit Jännerbeginn gilt in Österreich das neue Einwegpfandsystem, das für Plastikflaschen und Aluminiumdosen zwischen 0,1 und drei Litern eine Pfandgebühr von 25 Cent vorsieht. Diese wird bei Rückgabe der leeren Behälter zurückerstattet. Tetrapaks fallen nicht unter diese Regelung. Die Einwegpfand-Verordnung schließt Getränkekartons explizit von der Pfandpflicht aus, weshalb Rauch seine neuen Kartonverpackungen mit dem deutlichen Hinweis „Ohne Pfand“ vermarktet.

Da die Kartonverpackung erst kürzlich auf den Markt gebracht wurde, kann das Unternehmen noch keine Aussagen über den Verkaufserfolg oder mögliche Konkurrenzeffekte zu PET-Flaschen treffen. Eine fundierte Bewertung wird erst in einigen Monaten möglich sein. Erfahrungswerte aus Deutschland deuten darauf hin, dass die Einführung von Pfandsystemen anfänglich zu Absatzrückgängen führen kann.

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Verpackungsstrategien

Grundsätzlich spielt die Verpackung beim Getränkeverkauf eine entscheidende Rolle. Ein Unternehmenssprecher von Rauch verwies auf einen amerikanischen Softdrink-Hersteller, der seine Produkte weltweit in unterschiedlichen Verpackungsformen anbietet. Für Produzenten sei es essenziell, bei allen Verpackungstrends mitzuhalten. Allerdings eignen sich Getränkekartons nicht für kohlensäurehaltige Getränke, da sie dem entstehenden Druck nicht standhalten können.

Nachhaltigkeits-Aspekte

Rauch bewirbt seine neuen Kartonverpackungen als umweltfreundlichere Alternative: Die Tetrapaks bestehen laut Unternehmensangaben zu 83 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen. Der Kunststoffanteil wird teilweise aus Zuckerrohr gewonnen, was die Klimabilanz der Verpackung um 19 Prozent gegenüber herkömmlichen Kartons verbessert.

Recycling-Herausforderung

Die auch als Getränkeverbundkartons bezeichneten Tetrapaks bestehen zu etwa drei Vierteln aus Karton mit einer innenliegenden Kunststoffbeschichtung. Sie gehören in die Wertstoffsammlung (gelbe Tonne oder gelber Sack).

Laut Angaben der Wirtschaftskammer lag die Recyclingquote dieser Verpackungsart im Jahr 2023 bei lediglich 42 Prozent.

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KO KOSMO-Redaktion
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