Start News Panorama
Wettbewerbsverzerrung

337,5 Millionen Euro Strafe, weil Milka-Hersteller Preis künstlich erhöhte

(FOTO: iStock/JackF/sewer11)
(FOTO: iStock/JackF/sewer11)

Die Europäische Kommission hat Mondelez zu einer Geldstrafe in Höhe von 337,5 Millionen Euro verurteilt. Der Vorwurf lautet, das Unternehmen habe gezielt den grenzüberschreitenden Handel zwischen EU-Mitgliedsstaaten behindert, um seine Produkte künstlich verteuern zu können.

Wettbewerbsverzerrung

Die EU-Kommission fand heraus, dass Mondelez International über sieben Jahre hinweg (2012-2019) seine Marktmacht missbrauchte. Das Unternehmen soll Händler daran gehindert haben, Produkte, die sie günstig in einem EU-Land erworben hatten, in einem anderen Land zu höheren Preisen zu verkaufen. Dieses Verhalten, bekannt als Unterbindung des Parallelhandels, zielte darauf ab, Preisunterschiede zwischen EU-Staaten aufrechtzuerhalten. Dabei sollen die Preise für Endkonsumenten künstlich hoch gehalten werden.

Strategien gegen den Parallelhandel

Ein Beispiel für diese wettbewerbswidrigen Praktiken war, als Mondelez einem deutschen Makler die Belieferung verweigerte. Dieser plante, Mondelez-Produkte in Ländern wie Österreich mit höheren Preisen zu vertreiben. Margrethe Vestager, die EU-Wettbewerbskommissarin, betonte die Bedeutung solcher Parallelhandelsgeschäfte. Sie fördern den Wettbewerb und können letztendlich die Preise für Verbraucher in der EU senken, besonders in Zeiten hoher Inflation.

Nachlass auf die Strafe nach Kooperation

Zunächst sah sich Mondelez einer noch höheren Geldbuße gegenüber. Das Unternehmen erhielt eine Strafminderung um 15 Prozent, nachdem es seine Kooperationsbereitschaft mit den Ermittlungsbehörden signalisiert und Verantwortung für die vorgeworfenen Verhaltensweisen übernommen hatte.