Die Alpenüberquerung wird teurer: Ab 2026 müssen Autofahrer für beliebte Urlaubsrouten wie Brenner und Tauern mehr bezahlen. Die Preise steigen inflationsbedingt.
Ab 2026 steigen die Mautgebühren auf Österreichs Alpenüberquerungen. Die ASFINAG passt zum Jänner-Wechsel die Tarife für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen an. Betroffen sind neben Pkw auch Wohnmobile und kleinere Nutzfahrzeuge. Die Preisanpassung folgt der Inflationsentwicklung, die Ende 2025 bei rund vier Prozent lag, weshalb die Gebühren entsprechend moderat angehoben werden.
Die Änderungen wirken sich sowohl auf Einzelfahrten als auch auf Mehrfahrtenkarten aus. Besonders Urlauber und regelmäßige Reisende, die über die Alpen nach Italien, Slowenien oder in den Westen Österreichs unterwegs sind, müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Vor allem die beliebten Nord-Süd-Verbindungen Brenner, Tauern und Arlberg – klassische Urlaubsrouten für Reisende aus Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Staaten – sind von den Preisanpassungen betroffen.
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Neue Tarife
Konkret bedeutet dies: Wer von München über den Brenner nach Südtirol fährt, zahlt ab 2026 für die Maut 12,50 Euro – ein Aufschlag von 50 Cent. Die Durchfahrt durch den Tauerntunnel in Richtung Kärnten oder Slowenien kostet künftig 15 Euro. Beim Bosruck-Tunnel bleiben die Gebühren hingegen unverändert. Um Wartezeiten an den Mautstellen zu vermeiden, empfiehlt die ASFINAG den digitalen Kauf der Mautgebühren über App oder Webshop. Vielfahrer profitieren weiterhin von vergünstigten Mehrfahrtenkarten.
Infrastruktur-Finanzierung
Die Autobahngesellschaft betont, dass die regelmäßige Preisanpassung auf Basis der Inflationsentwicklung erfolgt und der Finanzierung von Erhaltung, Betrieb und sicherheitstechnischen Verbesserungen des Autobahnnetzes dient. Die Einnahmen fließen direkt in die Infrastruktur, insbesondere in Tunnelbetrieb, Überwachungssysteme und Lawinenschutz. Jährlich investiert Österreich rund eine Milliarde Euro in den Betrieb und die Instandhaltung des Autobahn- und Schnellstraßennetzes, wobei die Mauteinnahmen einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag leisten.
Jährlich investiert Österreich rund eine Milliarde Euro in den Betrieb und die Instandhaltung des Autobahn- und Schnellstraßennetzes, wobei die Mauteinnahmen einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag leisten.