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Digitalisierung

Logistik-Revolution: KI spart 30 Prozent Zeit bei Niederösterreichs Transportriesen

Logistik-Revolution: KI spart 30 Prozent Zeit bei Niederösterreichs Transportriesen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Transportbranche: Ein niederösterreichisches Logistikunternehmen setzt auf digitale Unterstützung gegen Personalmangel und für mehr Effizienz.

Die BTG Spedition und Logistik GmbH aus Wiener Neudorf implementiert einen KI-gestützten Dispositionsassistenten, der die Effizienz im Transportwesen steigern soll. Das vom Impulsprogramm Digi-4-Wirtschaft des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich geförderte Projekt verspricht erhebliche Verbesserungen in der Logistikplanung. Projektleiter Thomas Hafner rechnet mit Zeitersparnissen von 20 bis 30 Prozent.

Das System wertet kontinuierlich Daten zu Mautgebühren, Kraftstoffkosten, Beladungsgewichten und Verkehrssituationen aus, ermittelt optimale Kombinationsmöglichkeiten und empfiehlt Routen für eine maximale Fahrzeugauslastung.

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Wachsende Herausforderungen

Das 1999 gegründete Unternehmen verzeichnet kontinuierliches Wachstum und beschäftigt mittlerweile 70 Mitarbeiter in verschiedenen Logistikbereichen wie Luft- und Seefracht, Projektgeschäft und Distributionslogistik. Die Transportbranche sieht sich jedoch mit erheblichen Problemen konfrontiert: Personalmangel, Kostendruck und begrenzte LKW-Kapazitäten.

Dies erfordert Lösungen für effizientere Planung, schnellere Reaktionsfähigkeit und nachhaltigeren Betrieb. Besonders wichtig ist dabei die Vermeidung von Leerfahrten durch intelligente Verknüpfung von Import- und Exportlieferungen. Die logistischen Herausforderungen bleiben jedoch vielschichtig: unterschiedliche Abholpunkte und Lieferadressen, Teilladungen und enge Zeitfenster – genau hier setzt die künstliche Intelligenz an.

Digitale Zukunft

Derzeit befindet sich das System in der Testphase und soll zum Jännerwechsel 2025/26 vollständig implementiert werden. Künftig wird die KI nicht nur die Planung übernehmen, sondern auch CO₂-Analysen durchführen und digitale Abrechnungen via ZUGFeRD und EDI ermöglichen.

Dies führt zu höherer Effizienz, beschleunigten Prozessen und transparenterer Kundenkommunikation. „Ich sehe CO₂-Einsparung zusammenfassend – das ist ein wichtiges Thema“, unterstreicht Hafner. Die optimierten Routenführungen sollen den Kraftstoffverbrauch und damit die Emissionen deutlich reduzieren.

Mit dem KI-Assistenten vollzieht BTG einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunftstechnologie. Die automatisierte Disposition, intelligente Datenanalyse und digitalisierte Rechnungsprozesse verbessern nicht nur den Ressourceneinsatz, sondern optimieren auch Kostenstrukturen und Servicequalität.

„Der Disponent kann mehr abwickeln in der Zeit, die er sonst aufgebracht hat“ – ein entscheidender Vorteil angesichts des akuten Fachkräftemangels.

Das Beispiel BTG demonstriert, wie Digitalisierung menschliche Arbeit nicht ersetzt, sondern unterstützt – und wie künstliche Intelligenz in einem traditionellen Wirtschaftszweig Transportwege verkürzt, Fehlerquoten minimiert und Umweltverträglichkeit fördert.

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KO KOSMO-Redaktion
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