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Tierquälerei

Tierquälerei-Skandal erschüttert Social Media: Influencerin droht Haftstrafe

Tierquälerei-Skandal erschüttert Social Media: Influencerin droht Haftstrafe
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

**Eine Influencerin mit Millionenreichweite steht im Zentrum eines Tierschutzskandals, nachdem sie vier Kaninchen ihrer Kinder im Wald ausgesetzt haben soll. Eines der Tiere wurde später tot aufgefunden.**

Die TikTok-Influencerin Alicia Vosgrau (@aliciasmumlife) aus Schleswig-Holstein, bekannt für Familiencontent und über 1,5 Mio. Follower, geriet unter Druck, als Spaziergänger im August vier Kaninchen in einem Wald bei Norderstedt fanden. Ein Tier starb laut Tierarzt an einem Herzinfarkt – vermutlich ausgelöst durch Stress und die Verfolgung durch einen Hund. Hauskaninchen überleben in freier Natur in der Regel nicht.

Vosgrau hatte die Tiere nach eigener Aussage aus Überforderung ausgesetzt, im Netz jedoch behauptet, man habe „jemanden gefunden“, der sie übernehme. Erst durch ein Video des Influencers Kevin Yanik wurde der Fall öffentlich zugeordnet. Das Tierheim Henstedt-Ulzburg stellte Strafanzeige wegen Tierquälerei. Es fordert zudem die Erstattung entstandener Kosten im vierstelligen Bereich.

In sozialen Netzwerken hagelt es Kritik, große Marken wie Pampers beendeten laut „Bild“ die Zusammenarbeit. Auch Influencerinnen wie Laura Maria Rypa und Chethrin Schulze distanzierten sich. Eine Petition für ein Tierhalteverbot zählt inzwischen rund 18.000 Unterschriften.

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Vosgrau entschuldigte sich später in einer gelöschten Instagram-Story. Sie sprach von einer „extremen Ausnahmesituation“ und bedauerte den Tod des Kaninchens Bounty. Drei Tiere überlebten, zwei davon wurden inzwischen in neue, artgerechte Zuhause vermittelt.