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Gerichtsprozess

Tödlicher Unfall: Prozess gegen Alec Baldwin wird nicht eingestellt

(FOTO: EPA-EFE/ERIK THOMAS / NEW YORK POST / POOL)

Die juristischen Versuche von Alec Baldwins Verteidigern, den bevorstehenden Gerichtsprozess um fahrlässige Tötung gegen den bekannten Schauspieler und Produzenten zu verhindern, haben erneut keinen Erfolg gehabt. Dies gab die zuständige Richterin Mary Marlowe Sommer in Santa Fe, New Mexico, bekannt, womit feststeht, dass Baldwin sich dem Gerichtsverfahren stellen muss.

Rechtsstreit um Beweismittel

Der Beginn des Prozesses, der auf ein tragisches Ereignis am Filmset des Westerns „Rust“ im Oktober 2021 zurückgeht, bei dem die Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt wurde, ist für den 9. Juli anberaumt.

Im Mittelpunkt des juristischen Tauziehens stand die Behauptung von Baldwins Anwaltsteam, dass die Waffe, aus der der tödliche Schuss stammte, während nachfolgender FBI-Untersuchungen Schaden genommen habe. Sie argumentierten, dass durch diesen Vorfall entscheidendes Entlastungsmaterial für ihren Mandanten kompromittiert sei. Zuvor wurde bereits ein Antrag auf Verfahrenseinstellung aufgrund von Formfehlern von der Verteidigung ohne Erfolg eingebracht.

Entwicklungen im Fall Hutchins

Nach dem unerwarteten Tod von Halyna Hutchins wurde gegen Baldwin, im Alter von 66 Jahren, im Januar 2023 Anklage erhoben, die jedoch drei Monate später wieder zurückgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft begründete diesen Schritt mit der Notwendigkeit weiterer Ermittlungen und forensischer Analysen. Im darauf folgenden Jahr wurde Baldwin erneut angeklagt, woraufhin er sich „nicht schuldig“ bekannte.

Fall der Waffenmeisterin

In einem separaten Gerichtsverfahren stand Hannah Gutierrez-Reed, die am Set von „Rust“ für die Waffensicherheit zuständig war, im Mittelpunkt. Sie wurde der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden und von der Richterin zur Höchststrafe von 18 Monaten Haft verurteilt.

Ungewisse Verantwortung und drohende Strafe

Baldwin, der sowohl als Hauptdarsteller als auch als Produzent an „Rust“ mitwirkte, hat jegliche Verantwortung für den tragischen Unfall, bei dem sich während einer Probe eine scharfe Patrone löste, von sich gewiesen. Die genauen Umstände, wie die echte Munition an das Set gelangte, bleiben unklar. Sollte Baldwin schuldig gesprochen werden, könnte ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 18 Monaten drohen.

Baldwin selbst hat in mehreren Interviews erklärt, nicht den Abzug der Waffe betätigt zu haben. Die Untersuchungen durch das FBI schlossen ein, ob eine Fehlfunktion des Colt-Revolver für den Schuss verantwortlich sein könnte. Ein von Schusswaffenexperten angefertigtes Gutachten kam jedoch zu dem Schluss, dass der Abzug aktiviert worden sein muss.