Nach seiner Verurteilung wegen eines Attentatsversuchs auf Donald Trump fügte sich Ryan Routh im Gerichtssaal selbständig eine Verletzung zu. Der 59-Jährige griff unmittelbar nach der Urteilsverkündung durch die Geschworenen zu einem Bleistift und stach sich damit in den Hals.
Gerichtsbeamte schritten umgehend ein und brachten den Verurteilten aus dem Saal, wie CNN berichtet. Mehrere US-Marshals überwältigten Routh, bevor er sich schwerere Verletzungen zufügen konnte. Seine Tochter rief ihm noch emotionale Unterstützung zu, bevor auch sie den Raum verlassen musste.
Kurze Zeit später wurde Routh in Handschellen zurück in den Gerichtssaal geführt. Äußerlich waren keine Blutspuren an seiner Kleidung erkennbar, wodurch das Ausmaß seiner Verletzungen unklar blieb. Im Verfahren hatte Routh auf eine Verteidigung durch einen Anwalt verzichtet und argumentierte selbständig, eine Verurteilung sei nicht rechtmäßig, da er bei seinem Attentatsversuch nicht abgedrückt habe. In seinem teils wirr anmutenden Schlussplädoyer argumentierte er, ihm fehle die Absicht zum Mord und er habe nicht die „Kälte“ dazu. Die Jury folgte dieser Argumentation nicht.
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Schuldig in allen Anklagepunkten
Die Geschworenen verurteilten Routh in allen Anklagepunkten, darunter versuchter Mord an einem Präsidentschaftskandidaten und mehrere Waffenvergehen. Das genaue Strafmaß wird voraussichtlich im Dezember festgelegt, wobei eine lebenslange Freiheitsstrafe als wahrscheinlichstes Szenario gilt.
Trumps Reaktion
Der Vorfall, für den Routh verurteilt wurde, ereignete sich im September 2024. Der Mann war auf das Golfplatzgelände eingedrungen, auf dem sich der damalige Präsidentschaftskandidat Trump aufhielt. Sein mutmaßlicher Plan, Trump zu erschießen, scheiterte jedoch.
Trump selbst kommentierte den Fall auf seiner Plattform Truth Social und bezeichnete Routh als „bösen Mann mit bösen Absichten“, der glücklicherweise gefasst worden sei.