Start NEWS Chronik Trump-Schecks an Österreicher: US-Botschafter will Geld zurück
ÜBERWEISUNGSPANNE

Trump-Schecks an Österreicher: US-Botschafter will Geld zurück

(FOTOS: zVg., iStock)

Der Wirbel rund um eine Datenpanne in den USA geht in die nächste Runde. Knapp 130 Österreicher erhielten per Post einen 1.200 Dollar-Scheck unterzeichnet von Präsident Trump. Nun schaltet sich ein US-Botschafter ein und fordert das Geld zurück.

Die Verwunderung in Oberösterreich am Montagmorgen war groß, als über 120 Pensionisten in ihren Briefkästen einen Scheck vorfanden; ausgestellt vom Finanzministerium der Vereinigten Staaten (KOSMO berichtet). Darin enthalten: Ein Scheck im Wert von 1.200 US-Dollar, gezeichnet von US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich. Viele lösten den Scheck bereits ein, nachdem klar wurde, dass es sich nicht um eine Betrugsmasche handelt. Doch das könnte sie jetzt teuer zu stehen kommen.

Wie berichtet, waren die von Donald Trump unterzeichneten Schecks als Corona-Hilfsprogramm für Amerikaner gedacht, doch es gab Datenpannen. Nun freuen sich auch viele Österreicher über ein unverhofftes Geldgeschenk. Auf die Frage, ob man das Geld denn zurückzahlen müsse, hieß es gestern von Experten noch, dass das sehr unwahrscheinlich sei: „Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass das Geld zurückgefordert wird. Der Aufwand wäre viel zu groß“, vermutete etwa Gerhard Meißl von der Sparkasse OÖ. Doch heute sieht das ganze schon etwas anders aus.

Am Donnerstag schaltete sich nun der US-Botschafter in Wien, Trevor D. Traina, in die Causa ein und gab eine Stellungnahme ab: „Ich habe Berichte gelesen, dass das amerikanische Finanzministerium Corona-Hilfe-Schecks möglicherweise irrtümlich an Österreicher verschickt hat. Die US-Botschaft bedauert den Irrtum und die dadurch entstandene Verwirrung.“, so Traina.

US-Botschafter bittet um Rückgabe
US-Botschafter Trevor D. Traina: „Wenn Sie meinen, dass Sie irrtümlich einen Corona-Scheck des Finanzministeriums erhalten haben, lesen Sie bitte die Infos auf www.irs.gov. Schecks, die irrtümlich erhalten wurden, sollten zurückgeschickt werden.“ Und weiter: „Die Botschaft kann bei der Rücksendung helfen. Bitte schicken Sie den nicht eingelösten Scheck mit Erklärung an uns und geben Sie den Absender an. Wir schicken eine kleine Aufmerksamkeit.“

Wie viele Österreicher tatsächlich auf die Bitte eingehen werden bleibt jedoch abzuwarten. Immerhin lösten bereits am Montag über 100 Personen die Schecks ein.