Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Machtdemonstration

Trump schickt Nationalgarde in demokratische Hochburg

Trump schickt Nationalgarde in demokratische Hochburg
(FOTO: EPA/SHAWN THEW)
2 Min. Lesezeit |

US-Präsident Donald Trump hat eine weitere Entsendung der Nationalgarde angekündigt – diesmal nach Memphis, Tennessee. Als Begründung verwies Trump auf „große Probleme“ in der demokratisch regierten Stadt.

Trump behauptete, der demokratische Bürgermeister von Memphis, Paul Young, sei mit dieser Maßnahme „glücklich“. Eine Stellungnahme Youngs dazu liegt allerdings nicht vor. Der Bürgermeister hatte erst am Vortag betont, seine Stadt benötige vor allem „finanzielle Mittel für Intervention und Prävention“. Eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme von Young zu Trumps Behauptung wurde von unabhängigen Medien bislang nicht veröffentlicht. Der republikanische Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, sicherte Trump hingegen seine volle Unterstützung zu.

Trumps Nationalgarde-Einsätze

Nach Los Angeles und Washington D.C. ist Memphis bereits die dritte von Demokraten regierte Stadt, in der Trump Nationalgardisten einsetzen lässt. Der genaue Zeitpunkt für den Beginn des Einsatzes wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Ähnliche Maßnahmen hatte der Präsident auch für Chicago und New York City in Aussicht gestellt. In Chicago ist seit Dienstag bereits die Einwanderungspolizei ICE (US-Einwanderungsbehörde) im Einsatz, um die von Trump angekündigten Massenabschiebungen durchzuführen.

⇢ 7000 Hinweise, 100.000 Dollar Kopfgeld: FBI jagt Trump-Aktivisten-Killer

Tödlicher Zwischenfall

Bei einem Einsatz der ICE in Chicago kam es heute zu einem tödlichen Zwischenfall. Laut Mitteilung des US-Heimatschutzministeriums wurde ein Mann durch Schüsse eines ICE-Beamten getötet. Der Vorfall ereignete sich während einer Fahrzeugkontrolle, als der Mann sich dieser widersetzte, mit dem Auto flüchtete und dabei einen Beamten mitschleifte. Der Beamte habe aus Furcht um sein Leben auf den Mann geschossen.

Das Ministerium gab an, der Getötete sei illegal eingewandert gewesen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen