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KRIEG IN UKRAINE

Ukraine-Konflikt: Nehammer telefoniert mit ukrainischen Präsidenten

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(FOTO: BKA/Dragan Tatic)

In den frühen Morgenstunden haben sich die Befürchtungen der internationalen Gemeinschaft bewahrheitet. Die Russische Föderation hat eine militärische Invasion der Ukraine gestartet. Internationalen Beobachtern zufolge gab es auch Detonationen rund um das Gebiet der Hauptstadt Kiew und darüber hinaus. Am heutigen Donnerstag findet eine Sondersitzung des Europäischer Rates in Brüssel statt, bei dem die Staatsund Regierungschefs über weitere Sanktionen gegen Russland beraten werden.

Bundeskanzler Nehammer musste nach seiner Regierungserklärung im Parlament die Plenarsitzung sogar kurzzeitig verlassen, um mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Telefonat zu führen. Selenskyj schilderte darin die Dramatik der aktuellen Situation und gab an, dass er nur kurz Zeit habe, denn er wisse nicht, wie lange es die Ukraine noch gebe und wie lange er noch leben würde. Er berichtete, dass auch zivile Infrastruktur angegriffen werde, viele Menschenleben schon ausgelöscht seien – und hat ersucht, der Ukraine beizustehen, mit militärischer und humanitärer Hilfe. Selenskyj richtete einen dringenden Appell an die Welt, die Ukraine nicht zu vergessen: Es brauche eine weltweite Koalition aller demokratischen Staaten, weitere Sanktionen und Unterstützung, um diesen Krieg zu beenden.

„Die Ukraine und das ukrainische Volk können sich auf uns verlassen. Wir werden immer und überall, wo wir können, Hilfe leisten. Gerade als neutrales Land haben wir eine klare Meinung, wenn Völkerrecht verletzt wird und stehen dem nicht gleichgültig gegenüber. Wir stehen an der Seite der Menschen in der Ukraine, vor allem in den betroffenen Regionen im Osten, die jetzt in dieser Unsicherheit und Angst leben müssen. Beim heutigen Sondergipfel der EU- Staats- und Regierungschefs werden wir zusätzliche harte Sanktionen gegen Russland verhängen und weitere Unterstützungsleistungen für die Ukraine vereinbaren.

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