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Trauer

Unfall am Bahnübergang: Ex-ÖFB-Goalie stirbt bei Zugkollision

Unfall am Bahnübergang: Ex-ÖFB-Goalie stirbt bei Zugkollision
FOTO: FF Nußdorf am Haunsberg/EPA/VALDA KALNINA
2 Min. Lesezeit |

Ein Bahnübergang im Salzburger Land wird zur Unglücksstelle: Ex-Nationaltorwart Alexander Manninger stirbt mit 48 Jahren.

In Nußdorf am Haunsberg im Salzburger Land ist am Donnerstagmorgen der frühere österreichische Fußball-Nationaltorwart Alexander Manninger bei einem Bahnunfall ums Leben gekommen. Eine Garnitur der Lokalbahn kollidierte mit seinem Pkw, der dabei mehrere Meter mitgerissen wurde. Der 48-Jährige überlebte den Aufprall nicht.

Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 8.20 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang unweit der Haltestelle Pabing. Manningers Fahrzeug, ein VW-Minivan, wurde bei dem Unfall schwer beschädigt. Die rund 25 Fahrgäste im Zug sowie der Triebwagenführer blieben körperlich unversehrt.

Ermittlungen laufen

Rettungskräfte des Roten Kreuzes und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf trafen rasch am Unfallort ein. Ersthelfer konnten Manninger aus dem Wrack befreien und begannen sofort mit Reanimationsmaßnahmen, darunter auch der Einsatz eines Defibrillators. Alle Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wurde Gutachter Gerhard Kronreif mit der Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs beauftragt. „Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten – und damit das Fahrverhalten des Lenkers“, sagt Kronreif. Zusätzlich sollen die Fahrdaten der Zuggarnitur zur Aufklärung beitragen. Untersucht wird unter anderem auch, ob das Rotsignal am Bahnübergang rechtzeitig ausgelöst hat. Fest steht bislang, dass Manninger zum Zeitpunkt des Unglücks allein in seinem Fahrzeug saß.

Manningers Karriere

Alexander Manninger wurde am 4. Juni 1977 in Salzburg geboren und absolvierte 33 Länderspiele für das österreichische Nationalteam. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er beim Nachwuchs der Salzburger Austria, ehe er über Vorwärts Steyr und den GAK 1997 den Sprung zu Arsenal London schaffte.

In seiner weiteren Karriere trug er die Trikots namhafter europäischer Vereine, darunter AC Florenz, Espanyol Barcelona und den FC Bologna. Nach der Übernahme der Salzburger Austria durch Red Bull kehrte er vorübergehend nach Salzburg zurück, konnte sich dort aber nicht langfristig etablieren. Es folgten Engagements bei Udinese Calcio, Juventus Turin, dem FC Augsburg und dem FC Liverpool, bevor er 2017 seine aktive Laufbahn beendete.