Start NEWS Chronik Vater misshandelt leibliche, Stief- und Enkelkinder
UNMENSCHLICH

Vater misshandelt leibliche, Stief- und Enkelkinder

Kindesmisshandlung
(FOTO: iStock - Symbolbild)

Ein 71-Jähriger soll seine Kinder, Stief- und Enkelkinder vergewaltigt, gefoltert und verprügelt haben – Er wurde zu 13 Jahre Haft verurteilt.  

Niederösterreich: Ein 71-Jähriger betrat gestern mit seinem Anwalt den Gerichtssaal in Sankt Pölten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, dass er Kinder genötigt, gequält, gedroht und vergewaltigt haben soll. Der Mann hat unter Alkoholintus von 1980 bis 2012 seine leiblichen Kinder und Stieftochter, schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, Unzucht mit Unmündigen, Nötigung, Qualen, sowie Vergewaltigung zugetragen haben.

Stieftochter malträtiert:
Ab dem 5. Lebensjahr soll der Tyrann die Stieftochter mit Fußtritten und Faustschlägen gequält haben. Das Opfer musste laut Anklage am Boden knien, bekam Schläge mit Gürtel und wurde anschließend kopfüber in eine Regentonne gesteckt. Später soll der Mann ihr mit einem Messer in die Hand gestochen haben. Ab dem 7. Lebensjahr wurde sie das erste Mal sexuell missbraucht. Aus Angst baute sich das Mädchen ein Loch in der Wand des Kinderzimmers, um sich zu verstecken.

“Bringe Euch alle um”:
Der Angeklagte soll ihr ein ungeladenes Gewehr an die Schläfe gesetzt und abgedrückt haben. Nach Lust und Laune hat er auch die Hauskatze gequält, bis er sie vor den Kindern totgeprügelt hat. Seine eigenen Kinder und der Stiefsohn blieben nicht verschont. Auch sie bekamen regelmäßig Prügel. Der Vater drohte immer wieder damit, das Haus anzuzünden, um sie alle umzubringen. Nach zahlreichen Therapiesitzungen packte die Stieftochter 2010 alles aus. Der Angeklagte leugnet bis vor Kurzem, dass er all diese Taten begangen hat. 

“Ja, das war eine Schweinerei.“:
Sein Anwalt konnte ihn überreden, dass der Täter zum Schluss doch seine Taten zugab: “Ja, das war eine Schweinerei. Ich habe Leben zerstört.” Nur die mutmaßliche, sexuelle Belästigung des Enkels zu Weihnachten 2018 leugnet er weiterhin. Das nicht rechtskräftige Urteil beträgt für den Mann 13 Jahre Haft.