Von Hollywoodruhm zu Drogenskandalen und zurück: Charlie Sheen wird 60 und blickt in einer Netflix-Dokumentation schonungslos auf sein Leben voller Extreme zurück.
Charlie Sheen feiert heute seinen 60. Geburtstag und blickt auf ein Leben voller Extreme zurück, das er nun in einer Netflix-Dokumentation schonungslos offenlegt. Der Schauspieler, der einst selbstbewusst gegenüber der New York Times erklärte, nicht ans Älterwerden, Versagen oder Ausreden zu glauben, erreicht heute ein neues Lebensjahrzehnt.
Seine Karriere begann mit Erfolgen in Kinofilmen wie „Platoon“, „Wall Street“ und „Hot Shots!“, bevor er als Charlie Harper in „Two and a Half Men“ zum Topverdiener der Fernsehbranche aufstieg. Mit Gagen von bis zu 1,8 Millionen Dollar pro Episode galt er zeitweise als bestbezahlter TV-Darsteller weltweit.
Bereits in jungen Jahren zeigte sich Sheens rebellische Natur. Von der Highschool wurde er wegen mangelhafter Leistungen und unentschuldigter Fehlzeiten verwiesen. Seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte er mit 13 Jahren, als er seinen Vater Martin Sheen zu den Dreharbeiten von „Apocalypse Now“ begleitete.
Skandalöse Eskapaden
Sein Privatleben entwickelte sich zu einer Achterbahnfahrt aus Exzessen und Skandalen. Zwischen Drogen, Alkohol, Gewalt und obsessivem Umgang mit Sex und Pornografie durchlebte Sheen zahlreiche Tiefpunkte. Seit 2017 ist der Hollywood-Star vollständig nüchtern und möchte in der kommenden Netflix-Produktion rückhaltlos über seine Vergangenheit sprechen. Als Wendepunkt für seine Entwöhnung nannte er den Wunsch, ein verlässlicher Vater zu sein – seine ältesten Enkelkinder kennen ihn nur in nüchternem Zustand.
Die Liste seiner Skandale ist lang: 1990 verletzte er seine damalige Verlobte Kelly Preston durch einen angeblich versehentlichen Schuss. Im Prostitutionsskandal um Heidi Fleiss wurde 1994 bekannt, dass er jährlich rund 53.000 Dollar für deren Dienste ausgegeben hatte. Fleiss bezeichnet ihn heute abschätzig als „Heulsuse“.
Auch in seinen Beziehungen fand Sheen keine Stabilität. Seine erste Ehe mit Model Donna Peele endete nach nur fünf Monaten. 1998 folgte eine Überdosis mit anschließendem Rehabilitationsaufenthalt. Die 2002 geschlossene Ehe mit Schauspielerin Denise Richards, aus der zwei Kinder hervorgingen, zerbrach nach vier Jahren. Seine dritte Ehefrau, Schauspielerin Brooke Mueller, mit der er Zwillinge hat, warf ihm nach der Trennung gewalttätiges Verhalten vor.
Netflix-Dokumentation und Memoiren
Es folgten weitere Eskapaden wie Hotelrandale, ein erneuter Drogenkollaps, der sogar Dreharbeiten zu „Two and a Half Men“ unterbrach, die Entlassung aus der Serie, das öffentliche Bekenntnis zu seiner HIV-Infektion sowie Missbrauchsvorwürfe. Angesichts dieses selbstzerstörerischen Lebensstils erscheint es beinahe erstaunlich, dass Sheen all diese Krisen überlebt hat.
In der ab 10. September 2025 auf Netflix verfügbaren Dokumentation „aka Charlie Sheen“ spricht Sheen nun ungeschönt über sein Leben. Neben ihm kommen auch zahlreiche Weggefährten zu Wort, darunter sogar sein ehemaliger Drogenlieferant. „Ich habe die Lunte gezündet, und mein Leben wurde zu allem, was es nicht hätte sein sollen“, reflektiert Sheen in der Doku und fügt hinzu: „Scham ist erstickend.“
Parallel zur Netflix-Dokumentation veröffentlicht der Schauspieler am 9. September seine Memoiren „The Book of Sheen“, in denen er ebenfalls schonungslos mit seiner Vergangenheit abrechnet. Er verspricht vollständige Offenheit ohne Tabus.