Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Vereinte Nationen

„Von allen respektiert“: Trump will Infantino als UN-Vorsitzenden

„Von allen respektiert“: Trump will Infantino als UN-Vorsitzenden
FOTO: EPA/SHAWN THEW
2 Min. Lesezeit |

Ein Fußballfunktionär an der Spitze der Vereinten Nationen – ein Name sorgt derzeit in diplomatischen Kreisen für Aufsehen.

Noch in diesem Jahr steht die Wahl eines neuen UN-Generalsekretärs an – Antonio Guterres scheidet zum Jahresende aus dem Amt. Um gewählt zu werden, muss ein Kandidat mindestens neun der fünfzehn Mitglieder des Sicherheitsrats hinter sich bringen, ohne dass eines der fünf ständigen Mitglieder sein Veto einlegt. Anschließend bedarf es noch der Bestätigung durch die Generalversammlung – ein Schritt, der bislang stets als bloße Formsache galt.

Infantino im Gespräch

Einem Bericht der „New York Post“ zufolge soll Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino als möglichen Kandidaten für den Posten ins Auge gefasst haben. Der Fußballfunktionär verfüge über eine „spezielle Fähigkeit, die Menschen zusammenzubringen“, wird eine Quelle aus dem Umfeld des Präsidenten zitiert. Trump halte Infantino demnach für jemanden, „der von allen auf der Welt respektiert wird“.

Ob an diesen Überlegungen tatsächlich etwas dran ist, bleibt offen – eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Ebenso unklar ist, ob Infantino selbst Interesse an einer solchen Position hätte.

Die enge Verbindung zwischen Trump und dem Fifa-Chef war zuletzt vor allem rund um die Fußball-Weltmeisterschaft immer wieder Gesprächsthema. Infantino verlieh Trump im Rahmen der WM 2026 einen eigens geschaffenen FIFA-Friedenspreis, was international für Kritik an der Nähe zwischen beiden sorgte. Unter anderem kam es zum Eklat im Zusammenhang mit der nachträglich aufgehobenen Sperre des US-amerikanischen Spielers Balogun: Trump hatte nach übereinstimmenden Medienberichten persönlich bei Infantino angerufen, um eine Überprüfung der nach Roter Karte verhängten Sperre zu erwirken. Die FIFA wandelte die Sperre später in eine Bewährungsstrafe um.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen