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WIEN-DONAUSTADT

Vor Kinder: Wiener tötet Reh mit Messer

Vor Kinder: Wiener tötet Reh mit Messer
Symboldbild (FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

In einem beunruhigenden Vorfall, der Anwohner und Passanten in Wien-Aspern erschütterte, wurde am vergangenen Freitag ein junges Reh von einem Jäger vor den Augen der Öffentlichkeit getötet. Anrufe besorgter Bürger hatten zuvor Einsatzkräfte an den Schauplatz in der Tiergartenstraße geführt, wo das verletzte Tier in einem Gebüsch Aufmerksamkeit erregte.

Das eingetroffene Wildtierservice sowie herbeigerufene Polizeikräfte konnten das in Not befindliche Kitz lokalisieren, das später nahe einer Tiefgarageneinfahrt liegend entdeckt wurde. Die ersten Hinweise auf sein Leid hatten Anwohner am frühen Morgen gegeben, woraufhin der zuständige Jagdaufseher, Konrad P., eingreifen sollte.

Öffentliche Jägeraktion

Seine Methoden, um mit der Situation umzugehen, stießen jedoch auf weitreichende Kritik. Zeugen berichteten, dass der Jäger das Tier mit einem Messer erlegte, obwohl jüngere Zuschauer anwesend waren. Die Szene hinterließ eine verstörende Spur von Trauer und Verwirrung unter den Anwohnern, insbesondere bei den Kindern.

Kurioserweise hätte der Jäger in diesem Gebiet nicht handeln dürfen. Eine Verwirrung bezüglich der Jagdgrenzen offenbarte, dass Konrad P. außerhalb seiner Befugnisse handelte. Das Wildtierservice Wien, das in solchen Fällen üblicherweise einschreitet, distanzierte sich ausdrücklich von den Maßnahmen des Jägers und unterstrich, dass das Töten eines Tieres stets die letzte Option darstellen sollte.

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Schwere Folgen

Der Vorfall löste eine Untersuchung innerhalb der Jägergemeinschaft aus, und es steht eine mögliche Strafe für den handelnden Jäger im Raum. Erste Gespräche deuten darauf hin, dass Konrad P. sein Bedauern über die Vorkommnisse ausdrückte. Die Jägerschaft kündigte zudem an, ihre Mitglieder intensiver hinsichtlich der korrekten Vorgehensweisen in solchen Situationen zu schulen, um künftige Missverständnisse und Fehler zu vermeiden.

Die Untersuchung des Vorfalls durch die Jägergemeinschaft ist im Gange, während die Gemeinde und die involvierten Behörden auf eine angemessene Aufarbeitung der Geschehnisse hoffen.