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Preis auf Talfahrt

Waffenpause & OPEC-Beschluss: Ölpreis bricht um sieben Prozent ein

Waffenpause & OPEC-Beschluss: Ölpreis bricht um sieben Prozent ein
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2 Min. Lesezeit |

Waffenpause trifft Förderhochlauf: Zwei Ereignisse an einem Wochenende schicken den Ölpreis auf Talfahrt.

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn deutlich unter Druck geraten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober war am Montagmorgen für etwas mehr als 83 US-Dollar zu haben – ein Rückgang von knapp sieben Prozent. Damit kehrt sich ein Teil der jüngsten Preisrally um: Seit den ersten gemeinsamen Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar hatte sich Brent um rund 26 Prozent verteuert und zuletzt bei etwa 88 Dollar – umgerechnet rund 77 Euro – notiert.

Doppelter Preisdruck

Ausgelöst wurde die Preisbewegung durch zwei Entwicklungen, die am Wochenende zusammentrafen. Zum einen setzte US-Präsident Donald Trump den von ihm selbst als den größten Militäreinsatz der Vereinigten Staaten „seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichneten Angriff auf den Iran vorläufig aus, um Raum für neue diplomatische Gespräche zu schaffen. Zum anderen beschloss das Ölkartell OPEC+ bei einem Onlinetreffen, die Förderobergrenze für September erneut anzuheben – bereits zum sechsten Mal in Folge. Die sieben beteiligten Mitgliedsländer einigten sich darauf, die erlaubte Tagesproduktion um 188.000 Barrel auszuweiten.

Fördermengen & Realität

Allerdings weisen Branchenexperten darauf hin, dass eine höhere Förderobergrenze nicht zwangsläufig zu einem größeren Ölangebot auf dem Weltmarkt führt. Bedeutende Förderländer wie Saudi-Arabien haben ihre jeweils zugeteilten Höchstmengen in den vergangenen Monaten ohnehin nicht ausgeschöpft. Als wesentlicher Grund gilt die anhaltende Teilblockade der Straße von Hormus – jenes strategisch bedeutsamen Seewegs, über den ein erheblicher Teil des saudischen Rohöls transportiert werden müsste.

Die OPEC, die ihren Sitz in Wien-Innere Stadt hat, koordiniert die Förderquoten ihrer Mitgliedsstaaten mit dem Ziel, den globalen Ölpreis zu beeinflussen.

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KO KOSMO-Redaktion
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