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Wasserknappheit

Wasser wird knapp: Erste Gemeinden stoppen Badesaison

Wasser wird knapp: Erste Gemeinden stoppen Badesaison
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

**Hitze trifft Österreich hart: Zwei Gemeinden ziehen drastische Konsequenzen – und stellen das Gemeinwohl über den Badespaß.**

Wegen anhaltender Hitze und Trinkwasserknappheit musste in zwei österreichischen Gemeinden die Badesaison vorzeitig eingeschränkt oder ganz eingestellt werden.

Das Alpenseebad Mondsee im Bezirk Vöcklabruck schloss bereits zu Beginn des Juli sowohl die Großwasserrutsche als auch die Wellenrutsche – als direkte Folge der extremen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit. Die Betreiber wandten sich mit einem Appell an die Gäste: „Wir bitten um Verständnis und wünschen euch dennoch schöne und erholsame Tage im Alpenseebad!“ Noch Mitte August blieb die Situation unverändert – die Rutschen waren weiterhin außer Betrieb.

Saison abgebrochen

In Hofkirchen im Mühlkreis fiel die Entscheidung noch weitreichender: Die Schwimmsaison wurde dort vollständig und vor dem regulären Saisonende abgebrochen. Bürgermeister Martin Mairhofer (ÖVP) begründete den Schritt damit, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung Vorrang haben müsse und das verfügbare Wasser nicht länger für den Badebetrieb eingesetzt werden könne.

„Wir haben uns bemüht, den Freibadbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu halten und die Saison bis Anfang September fortzuführen“, erklärte Mairhofer. Zur Begründung führte er aus: „Dabei geht es vor allem um das Nachfüllen des Beckens, und auch für das Rückspülen brauchen wir Reinwasser.“ Aus der Bevölkerung kam kein Widerspruch – der Bürgermeister hielt fest: „Ich habe keine einzige negative Rückmeldung bekommen.“

Neue Wasserquelle

Die oberösterreichische Gemeinde Hofkirchen im Mühlkreis mit rund 1.600 Einwohnerinnen und Einwohnern kämpft bereits seit dem Vorjahr mit einer angespannten Lage bei der Wasserversorgung. Der tägliche Wasserbedarf liegt derzeit bei etwa 180 bis 200 Kubikmetern, wobei rund 30 Prozent dieses Bedarfs – etwa 60 Kubikmeter pro Tag – über eine laufende Notversorgung aus der Nachbargemeinde Pfarrkirchen im Mühlkreis gedeckt werden. Derzeit laufen Arbeiten zur Erschließung einer neuen Wasserquelle, die laut Gemeinde voraussichtlich gegen Ende des Jahres 2026 in Betrieb gehen soll, um die Trink-, Nutz- und Löschwasserversorgung langfristig zu stabilisieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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