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Energiekrise

Welthandel am Limit: Iran droht mit totaler Sperrung der Hormus-Straße

Welthandel am Limit: Iran droht mit totaler Sperrung der Hormus-Straße
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Vier Schiffe statt dreizehn – an einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt bricht der Verkehr dramatisch ein.

An der Straße von Hormus ist der Schiffsverkehr auf ein historisches Tief gefallen. Nach vorläufigen Daten des Schiffsanalyse-Unternehmens Kpler durchquerten am Dienstag lediglich vier Frachtschiffe die strategisch bedeutende Wasserstraße. Zum Vergleich: Am Montag waren es noch zehn Schiffe, der Zehn-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 13 Durchfahrten täglich.

Militärische Eskalation

Der drastische Einbruch ereignet sich vor dem Hintergrund einer erneuten militärischen Zuspitzung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nachdem die USA am Dienstag Luftangriffe auf iranische Ziele durchgeführt hatten, reagierten die iranischen Revolutionsgarden mit der Ankündigung, die „Abregelung“ der Straße von Hormus weiter zu verschärfen. Eine solche Maßnahme würde den ohnehin stark reduzierten Schiffsverkehr in der Region zusätzlich belasten.

Folgen für Energiemärkte

Die wirtschaftlichen Folgen der Entwicklungen sind bereits spürbar: Angriffe auf Supertanker mit saudischem Öl in der Nähe von Khasab trieben die Ölpreise in die Höhe. Da die Straße von Hormus zu den zentralen Transitrouten des globalen Energiehandels zählt, könnten militärische Zwischenfälle in diesem Gebiet weitreichende Konsequenzen für die internationalen Energiemärkte nach sich ziehen. In normalen Zeiten passieren die Meerenge täglich rund 20 Millionen Barrel Erdöl und Erdölprodukte – das entspricht etwa 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs von Erdölflüssigkeiten und rund einem Viertel des globalen seegestützten Ölhandels.

Auch in der Straße von Bab al-Mandab (Meerenge zwischen Jemen und Afrika) liegt der Schiffsverkehr mit 18 Durchfahrten am Dienstag deutlich unter dem Zehn-Tage-Schnitt von 24 Schiffen.

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KO KOSMO-Redaktion
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