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Preisschub

Energiepreise steigen wieder: Das kommt jetzt auf Haushalte zu

Energiepreise steigen wieder: Das kommt jetzt auf Haushalte zu
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Heizöl, Pellets, Diesel – die Energiepreise in Österreich ziehen kräftig an. Vor allem bei Gas könnte es in den kommenden Monaten für Haushalte noch teurer werden.

Der Energiepreisindex in Österreich hat zuletzt einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Laut Österreichischer Energieagentur kletterte der Index im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent, im Monatsabstand betrug der Anstieg 1,1 Prozent. Als wesentliche Ursachen gelten gestiegene Treibstoffkosten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten, die die europäischen Energiemärkte unter Druck setzen – darunter die Spannungen zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus sowie die Folgen von Hitze, Trockenheit und niedrigen Wasserständen.

Treiber im Detail

Beim Blick auf die einzelnen Energieträger zeigt sich ein differenziertes Bild. Strom verbilligte sich im Jahresvergleich um 10,4 Prozent, gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Beim Gas war auf Jahressicht ein Plus von 4,6 Prozent zu verzeichnen, während der Monatswert um 0,6 Prozent nachgab.

Besonders stark verteuert haben sich Heizöl mit einem Jahresanstieg von 26,9 Prozent und Holzpellets mit einem Zuwachs von 31,3 Prozent. Auch an der Zapfsäule schlägt der Preisanstieg durch: Diesel legte im Jahresvergleich um 19,3 Prozent zu, Superbenzin um 15,1 Prozent. Die Energieagentur hält dazu fest: „Damit bleiben Treibstoffe auch die relevanten Preistreiber unter den Energieträgern.“

Weitere Belastungen

Zusätzlich zu den geopolitischen Unsicherheiten belasten derzeit auch Hitze, Trockenheit und niedrige Wasserstände die europäischen Energiemärkte. Lukas Zwieb, Senior Expert für Energiewirtschaft bei der Österreichischen Energieagentur, verweist auf die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Versorgungslage: „Hitze, Trockenheit und niedrige Wasserstände beeinträchtigen aktuell die Stromerzeugung aus Wasser- und Kernkraft.“

Die geringere Erzeugung aus Wasser- und Kernkraft trifft gleichzeitig auf einen höheren Strombedarf für Kühlung, wodurch mehr fossile Stromerzeugung benötigt wird. Auch die europäischen Gasspeicher werden langsamer befüllt als in den Vorjahren. „Die Terminmärkte rechnen deshalb weiterhin mit erhöhten Strom- und Gaspreisen“, so Zwieb.

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KO KOSMO-Redaktion
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