Tausende Kinder starten in der Steiermark in die Sommerschule – für viele ist die Teilnahme keine freie Entscheidung.
In der Steiermark ist die Sommerschule angelaufen – rund 7.800 Kinder nehmen in diesem Jahr daran teil. Im Mittelpunkt steht die Sprachförderung, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache und entsprechendem Förderbedarf.
Österreichweit nehmen rund 58.500 Schülerinnen und Schüler an der Sommerschule 2026 teil. Laut Bildungsministerium sind davon rund 42.800 freiwillig dabei, während etwa 15.700 zur Teilnahme verpflichtet sind.
Etwa 1.700 der Teilnehmenden sind nicht freiwillig dabei, sondern zur Sommerschule verpflichtet. Betroffen sind außerordentliche Schülerinnen und Schüler, die am ersten Tag des Sommersemesters eine Deutschförderklasse besucht haben. Elisabeth Meixner, die steirische Bildungsdirektorin, erläutert den Hintergrund: „Laut heutigem Stand sind es 1.696 Kinder; einfach deshalb, weil Handlungsbedarf ist, gerade was die Entwicklung der Sprache betrifft sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Sprachverwendung.“
Breites Fächerangebot
Das Programm beschränkt sich nicht allein auf Deutsch: Auch Mathematik, Englisch und Sachunterricht stehen auf dem Stundenplan. Beteiligt sind 179 Schulstandorte im gesamten Bundesland. Meixner verweist dabei auf bestehende Spielräume: „Es ist auch möglich, schulautonom Programmschwerpunkte zu setzen, je nach Fächerkombinationen. Aber der Schwerpunkt wird auf Deutschförderung für Schülerinnen und Schüler gelegt, gerade bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.“
Die Bildungsdirektorin weist zudem darauf hin, dass mangelnde Deutschkenntnisse mittlerweile nicht mehr nur in Graz, sondern zunehmend auch in den steirischen Bezirksstädten ein Thema sind.