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Machtwechsel

Werde dich nicht enttäuschen“: Umstrittene Wahl in Honduras unter US-Schatten

Werde dich nicht enttäuschen“: Umstrittene Wahl in Honduras unter US-Schatten
(envato: landkarte honduras)
2 Min. Lesezeit |

Mit hauchdünnem Vorsprung erobert Nasry „Tito“ Asfura das Präsidentenamt in Honduras. Nach dreiwöchiger Auszählung steht der Kandidat der rechten Nationalpartei als Sieger fest.

Nasry „Tito“ Asfura hat die Präsidentenwahl in Honduras für sich entschieden. Der Kandidat der rechten Nationalpartei setzte sich mit 40,27 Prozent der Stimmen knapp gegen seinen Hauptkonkurrenten Salvador Nasralla von der Liberalen Partei durch, der auf 39,54 Prozent kam. Die Kandidatin der linken Regierungspartei Libre, Rixi Moncada, landete mit deutlichem Abstand auf dem dritten Platz.

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses wandte sich Asfura über die Plattform X an die Bevölkerung: „Honduras – ich bin bereit zu regieren. Ich werde dich nicht enttäuschen.“ In dem mittelamerikanischen Land gilt das Prinzip der relativen Mehrheit – der Kandidat mit den meisten Stimmen übernimmt das Präsidentenamt, ohne dass eine Stichwahl stattfindet.

Die Stimmenauszählung erstreckte sich über einen ungewöhnlich langen Zeitraum von drei Wochen. Grund dafür waren zahlreiche Wahlunterlagen, die wegen Unregelmäßigkeiten einer genaueren Prüfung unterzogen werden mussten. Während des Auszählungsprozesses wurden aus verschiedenen politischen Lagern immer wieder Manipulationsvorwürfe laut.

US-Einflussnahme

Im Vorfeld der Wahl hatte sich US-Präsident Donald Trump deutlich für Asfura positioniert. Trump stellte Honduras amerikanische Unterstützung in Aussicht, falls Asfura gewinnen sollte, und drohte gleichzeitig mit einem Stopp der Hilfszahlungen bei einem anderen Wahlausgang. In einem weiteren bemerkenswerten Schritt begnadigte der US-Präsident den früheren honduranischen Staatschef Juan Orlando Hernández, der in den USA eine 45-jährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßte. Hernández gehört wie Asfura der Nationalpartei an.

Asfuras Pläne

Der 67-jährige Bauunternehmer Asfura hat angekündigt, als Präsident umfangreiche Infrastrukturvorhaben voranzutreiben und die Zusammenarbeit mit Washington zu intensivieren. Zudem plant er, die diplomatischen Beziehungen zu China abzubrechen und stattdessen die Verbindungen zur demokratischen Inselrepublik Taiwan zu stärken.

Hernández gehört wie Asfura der Nationalpartei an.

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KO KOSMO-Redaktion
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