Militärschlag im Morgengrauen: Die USA haben Venezuelas Präsident Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. Die internationale Gemeinschaft reagiert mit scharfer Kritik.
Die USA haben am frühen Samstagmorgen des 3. Jänner 2026 eine Militäroperation auf venezolanischem Staatsgebiet durchgeführt und nach eigenen Angaben Präsident Nicolas Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. Trinidad und Tobago distanzierte sich umgehend von den militärischen Aktionen und betonte, weiterhin friedliche Beziehungen zum venezolanischen Volk aufrechtzuerhalten.
Die internationale Gemeinschaft reagierte mit deutlicher Kritik auf das Vorgehen Washingtons. „Heute früh haben die Vereinigten Staaten einen bewaffneten Angriff auf Venezuela verübt. Dies ist zutiefst besorgniserregend und verurteilenswert.“ In der Stellungnahme wird weiter ausgeführt: „Die Vorwände, mit denen solche Handlungen gerechtfertigt werden, sind unbegründet. Ideologische Feindseligkeit hat sich gegenüber wirtschaftlichem Pragmatismus und der Bereitschaft, Beziehungen aufzubauen, die auf Vertrauen und Vorhersehbarkeit beruhen, durchgesetzt.“
Besonders betont wurde die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung: „In der gegenwärtigen Situation ist es vor allem wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich darauf zu konzentrieren, durch Dialog einen Ausweg aus der Situation zu finden.“ Die Erklärung verweist zudem auf regionale Vereinbarungen: „Lateinamerika muss eine Zone des Friedens bleiben“, wie es 2014 selbst erklärt hat. Und Venezuela muss das Recht garantiert werden, über sein eigenes Schicksal zu bestimmen, ohne destruktive, geschweige denn militärische Einmischung von außen.“
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Gleichzeitig wurde Unterstützung für die venezolanische Führung signalisiert: „Wir unterstützen die Erklärung der venezolanischen Behörden und der Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen Länder, die eine sofortige Sitzung des UN-Sicherheitsrates fordern.“
Internationale Reaktionen
In einer weiteren Reaktion hieß es: „Wenn man erkennt, dass der Feind arrogant versucht, dem Land, den Beamten, der Regierung und der Nation etwas aufzuzwingen, muss man dem Feind entschlossen entgegenstehen und sich ihm mit aller Kraft widersetzen. Wir werden dem Feind nicht nachgeben.„
Mit religiösen Bezügen wurde zudem Widerstand angekündigt: „Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott, im Vertrauen auf Gott und mit Zuversicht in die Unterstützung des Volkes werden wir, so Gott will und durch göttliche Gnade, den Feind in die Knie zwingen.“
Die Europäische Union äußerte sich durch einen hochrangigen Vertreter: „Ich habe mit Außenminister Marco Rubio und unserem Botschafter in Caracas gesprochen. Die EU beobachtet die Lage in Venezuela aufmerksam. Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt, und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen. Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf. Die Sicherheit der EU-Bürger in diesem Land hat für uns oberste Priorität.“
Vermittlungsbemühungen
Spanien bot seine Vermittlung an: „Spanien ruft zur Deeskalation und Mäßigung auf und fordert, dass alle Maßnahmen stets im Einklang mit dem Völkerrecht und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen getroffen werden.“ Weiter hieß es: „Spanien ist bereit, seine guten Dienste anzubieten, um eine friedliche und verhandelte Lösung für die aktuelle Krise zu erreichen.“
Auch Indonesien meldete sich zu Wort: „Indonesien beobachtet die Entwicklungen in Venezuela, um die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten.“ Das Land forderte „alle beteiligten Parteien auf, einer friedlichen Lösung durch Deeskalation und Dialog Vorrang einzuräumen und dabei den Schutz der Zivilbevölkerung in den Vordergrund zu stellen.“ Zudem betonte Indonesien „wie wichtig es ist, das Völkerrecht und die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen zu achten.“
US-Präsident Donald Trump verkündete derweil die Festnahme Maduros und deutete an, dass weitere Länder ins Visier genommen werden könnten. Im Rahmen des Kampfes gegen Drogenschmuggel aus der Karibik schloss Trump militärische Aktionen gegen andere Staaten nicht aus. Vor der venezolanischen Küste wurde das größte Kriegsschiff der US-Flotte gesichtet, während Trump ankündigte, den Kampf gegen mutmaßliche Drogenhändler auf Einsätze an Land auszuweiten.
Zuvor hatte der US-Präsident bereits einen Angriff auf einen angeblichen „Drogenumschlagplatz“ in Venezuela bestätigt.