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Eskalation

104 Tote vor Venezuela – Trump fordert Maduros Kapitulation

104 Tote vor Venezuela – Trump fordert Maduros Kapitulation
(FOTO: EPA / BONNIE CASH / POOL)
3 Min. Lesezeit |

Trump erhöht den Druck auf Venezuelas Staatschef Maduro und rät ihm zum Rücktritt. Hinter der Kulisse einer Drogenbekämpfung zeichnet sich eine militärische Eskalation ab.

US-Präsident Donald Trump hat dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro einen Rücktritt nahegelegt. „Es liegt ganz bei ihm, was er tun will. Ich denke, es wäre klug von ihm, das zu tun“, antwortete Trump am Montag auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die amerikanische Regierung mit ihren Druckmaßnahmen gegen Venezuela Maduro zum Amtsverzicht zwingen wolle. Bereits zuvor hatte US-Heimatschutzministerin Kristi Noem Maduros Abgang gefordert. „Wir beschränken uns nicht darauf, diese Schiffe abzufangen, sondern senden auch die Botschaft an die Welt, dass die illegalen Aktivitäten von Maduro nicht tolerierbar sind und er gehen muss“, erklärte Noem in einem Interview mit Fox News.

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Washington verschärft seit September seinen Kurs gegen Caracas und geht militärisch gegen vermeintliche Drogenschiffe vor der venezolanischen Küste vor. Mitte Dezember kündigte Trump eine Blockade sanktionierter Öltanker an, die Venezuela ansteuern oder verlassen. In den vergangenen zwei Wochen beschlagnahmten die USA zwei Öltanker, während aus Regierungskreisen am Sonntag verlautete, dass ein drittes Schiff verfolgt werde.

Trump ergänzte seine Äußerungen mit einer kaum verhüllten Drohung: „Wenn er etwas unternehmen will – wenn er sich hart zeigt, wird es das letzte Mal sein, dass er sich jemals hart zeigen kann.“

Drogenvorwürfe

Der US-Präsident wirft dem linksnationalistischen Maduro vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die Vereinigten Staaten einzusetzen. Nach Trumps Darstellung führt Maduro persönlich das berüchtigte Cartel de los Soles (Kartell der Sonnen), das Washington offiziell als ausländische Terrororganisation eingestuft hat. Im August erhöhten die USA die Belohnung für Maduros Festnahme auf 50 Millionen Dollar (etwa 42 Millionen Euro).

Zur Machtdemonstration stationierten die Vereinigten Staaten Kriegsschiffe in der Karibik, darunter den weltweit größten Flugzeugträger. Bei den Operationen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler kamen bislang mindestens 104 Menschen ums Leben. Beweise für die tatsächliche Verwicklung der Getöteten in Drogengeschäfte wurden nicht vorgelegt. Angehörige und Regierungsvertreter gaben an, dass sich unter den Opfern auch Fischer befanden.

Wahre Motive

Der venezolanische Präsident vermutet hinter dem amerikanischen Vorgehen einen Umsturzversuch. Die Trump-Administration beharrt offiziell darauf, mit den Angriffen den Drogenhandel eindämmen zu wollen. Allerdings enthüllte die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, gegenüber dem Magazin „Vanity Fair“, dass die Operationen tatsächlich darauf abzielen, Druck auf Venezuela auszuüben.

Trump wolle „Boote sprengen, bis Maduro kapituliert“, so Wiles.

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich heute in einer Dringlichkeitssitzung mit den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela.

Die Regierung in Caracas hatte die Sitzung mit Unterstützung Russlands und Chinas beantragt.

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KO KOSMO-Redaktion
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