Sechs gestohlene Autos, mehr als zehn aufgebrochene Fahrzeuge und ein Schaden von 20.000 Euro – hinter dieser Bilanz steckt eine internationale Jugendbande in Niederösterreich.
Eine internationale Gruppe von Jugendlichen steht im Mittelpunkt polizeilicher Ermittlungen, nachdem sie in Niederösterreich eine Serie von Straftaten verübt haben soll. Die Verdächtigen, die aus Rumänien, Polen, den Niederlanden, Belarus und Österreich stammen und teilweise in Wiener Krisenzentren untergebracht sind, werden mit mehreren Fahrzeugdiebstählen und -einbrüchen in Verbindung gebracht. In Leobersdorf, Traiskirchen und Wilfleinsdorf (Niederösterreich) sollen sie sechs Kraftfahrzeuge gestohlen und unbefugt genutzt haben.
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Zusätzlich werden ihnen Einbrüche in mehr als zehn Fahrzeuge in Felixdorf zur Last gelegt, bei denen sie Wertgegenstände entwendeten. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mindestens 20.000 Euro.
Ermittlungserfolg
Ein Ermittlungserfolg gelang dem Landeskriminalamt Niederösterreich am 16. Dezember. Beamte konnten an der Raststation A2 Bad Fischau-Brunn einen Pkw sicherstellen, der am 27. November in Traiskirchen entwendet worden war. Neben den Fahrzeugdelikten werden den Teenagern auch Urkundenunterdrückung und die Entfremdung unbarer Zahlungsmittel vorgeworfen.
Rechtliche Folgen
Die Konsequenzen für die Tatverdächtigen fielen unterschiedlich aus. Ein 14-jähriger Jugendlicher, der weitgehend geständig ist, wurde in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt. Seine noch nicht strafmündigen Komplizen wurden entweder in die zuständigen Krisenzentren zurückgebracht oder ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Da die Ermittlungen noch laufen, schließen die Behörden nicht aus, dass die Jugendbande für weitere, bislang nicht zugeordnete Straftaten verantwortlich sein könnte.
Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.