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Lärmbelästigung

Wie ein Porno im Garten“ – Dorfbewohner kämpfen gegen Swinger-Festival

Wie ein Porno im Garten“ – Dorfbewohner kämpfen gegen Swinger-Festival
Symbolfoto. FOTO: iStock/EyeEm Mobile GmbH
3 Min. Lesezeit |

Nächtliche Lustschreie statt ländlicher Idylle: Ein Swingertreff mit 1.000 Teilnehmern bringt ein englisches Dorf um den Schlaf und sorgt für erbitterte Nachbarschaftskonflikte.

In einem beschaulichen Dorf der englischen Grafschaft Lincolnshire sorgt ein ungewöhnliches Event für erhitzte Gemüter. Das „Swingathon“-Festival, ein dreitägiges Treffen für etwa 1.000 Anhänger des Partnertauschs, hat bei den Einheimischen massive Verstimmung ausgelöst. Hauptkritikpunkt: Die nächtliche Geräuschkulisse aus intimen Lauten, lautem Lachen und rhythmischen Geräuschen aus den Zelten, die bis in die späten Nachtstunden zu hören waren.

„Es klang, als hätte jemand einen Porno mit Lautsprechern im Garten laufen lassen“, klagt eine Anwohnerin in einem Interview mit der Daily Mail. Andere berichten von schlaflosen Nächten und schockierten Kindern, die beim Spielen im Garten unerwartete Geräuschkulissen erlebten.

Die digitalen Netzwerke sind voll mit Unmut der Dorfbewohner, die sich durch die nächtlichen Aktivitäten in ihrer Ruhe gestört fühlen. Manche bezeichnen die Veranstaltung als „Skandal“, während andere grundsätzliche Bedenken äußern: „Wir leben hier auf dem Land, nicht in einem Freiluftbordell“, äußert sich ein aufgebrachter Anrainer. Viele Dorfbewohner kritisieren zudem, dass das Event grundsätzlich nicht mit dem ländlichen Charakter und den familiären Strukturen des Ortes vereinbar sei.

Festival-Infrastruktur

Das Festival fand auf einem abgegrenzten Campingareal nahe dem Dorf Allington in Lincolnshire statt und bot seinen Besuchern eine umfassende Infrastruktur für erotische Begegnungen: Spezielle Zelte für intime Kontakte, transportable Räume für BDSM-Praktiken (Bondage, Dominanz, Submission, Masochismus), Stangen für erotische Tänze, Seminare zur sexuellen Selbstbestimmung sowie ausgiebige Feierlichkeiten. Die Veranstalter definieren ihr Event als „geschützten Bereich für experimentierfreudige Erwachsene“, die ihre Sexualität in einem freien und respektvollen Umfeld ausleben möchten.

Sicherheitsmaßnahmen

Nach Angaben der Organisatoren gelten beim Festival klare Regeln zu Hygiene und Verhalten, es werden Präservative kostenfrei verteilt, medizinisches Fachpersonal ist anwesend und Informationsmaterial zu sexuell übertragbaren Erkrankungen wird bereitgestellt. „Wir sind nicht schmuddelig – wir sind bewusst, aufgeklärt und verantwortungsvoll“, so ein Sprecher des Festivals gegenüber britischen Medien.

Die Veranstalter betonen außerdem, dass alle Teilnehmer vorab überprüft und verifiziert werden müssen, um die Sicherheit und den respektvollen Umgang auf dem Gelände zu gewährleisten. Dabei wird besonderer Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität und auf die Einhaltung klarer Verhaltensregeln gelegt.

Ungeachtet dieser Versicherungen hält der Protest an. Die lokale Verwaltung untersucht derzeit, ob das Festival im nächsten Jahr erneut genehmigt werden soll. Verschärfte Auflagen bezüglich der Lärmemissionen oder sogar ein komplettes Verbot stehen im Raum.

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KO KOSMO-Redaktion
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