Ein Hochzeitsritual gerät außer Kontrolle: Als der Bräutigam das Strumpfband seiner Frau auf provokante Weise entfernt, verlässt der Brautvater schockiert den Saal.
Ein Brautpaar wollte bei ihrer Hochzeit mit einem traditionellen Ritual für Aufsehen sorgen, doch der Versuch endete in einem Eklat. Während der Feier entschied sich das frisch vermählte Paar, den in westlichen Kulturen verbreiteten Brauch des Strumpfbandabziehens auf besonders aufreizende Weise zu zelebrieren. Was als festlicher Moment gedacht war, verwandelte sich schnell in eine Szene, die eher an einen Nachtclub erinnerte: Der Bräutigam ließ sich zu derart provokanten Bewegungen am Bein seiner Angetrauten hinreißen, dass der Vater der Braut sichtlich erschüttert den Saal verließ.
Die Gratwanderung zwischen charmanter Tradition und geschmackloser Entgleisung ist bekanntlich schmal. Wer diesen schmalen Grat nicht zu navigieren weiß, riskiert, ins Fettnäpfchen zu treten – genau dies geschah bei dieser Hochzeitsfeier. Die übertriebene Darbietung des Paares sorgte nicht nur vor Ort für betretenes Schweigen, sondern löste nach Veröffentlichung der Aufnahmen auch in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung aus.
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Empörte Reaktionen
Die Kommentarspalten füllten sich rasch mit vernichtender Kritik. „Absolut geschmacklos, wo bleibt der Anstand?“, „Solche intimen Andeutungen haben in einem vollen Festsaal nichts verloren“, „Wie kann man sich als Tochter so vor den eigenen Eltern präsentieren?“, „Man weiß nicht, wer peinlicher agiert hat“ oder „Der bedauernswerte Vater musste mitansehen, wie seine Tochter sich vor allen Gästen zum Gespött macht“ – so lauteten nur einige der empörten Reaktionen unter dem Video, das das Paar selbst auf Instagram geteilt hatte.
Traditioneller Brauch
Der ursprüngliche Brauch des Strumpfbandabziehens folgt eigentlich einem festgelegten Ablauf: Der Bräutigam kniet vor seiner auf einem Stuhl sitzenden Braut nieder und entfernt mit den Zähnen – ohne Zuhilfenahme der Hände – das oberhalb des Knies getragene Strumpfband. Nach erfolgreicher „Bergung“ wirft er es in die Runde der männlichen Gäste – ähnlich dem Brautstraußwurf für die unverheirateten Damen. Der Legende nach wird derjenige, der das Strumpfband fängt, als Nächster vor den Traualtar treten. In manchen Interpretationen steht das Accessoire symbolisch für eheliches Glück und Fruchtbarkeit, dessen Weitergabe an die Gäste als glückverheißendes Zeichen gilt.
Die Braut versuchte später, ihr Verhalten zu rechtfertigen, indem sie behauptete, „ihr Vater habe bei seiner eigenen Hochzeit dasselbe mit ihrer Mutter gemacht“.
Allerdings ließ sie offen, ob es sich dabei lediglich um die Tradition an sich handelte oder ob auch ihre Eltern seinerzeit eine ähnlich anzügliche Darbietung geboten hatten.