Nur Stunden nach dem ersten dramatischen Polizeieinsatz im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) ist es am späten Abend erneut zu einem Großeinsatz gekommen. Zeugen schlugen Alarm.
Wie der X-Account @Esterreicherr berichtete, gingen gegen 22:30 Uhr bei der Wiener Polizei mehrere Notrufe ein. Zeugen gaben an, den am Vormittag festgenommenen Mann erneut auf dem Krankenhausgelände gesehen zu haben. Dabei handelte es sich um jenen 47-jährigen Franzosen, der bereits für die erste Bedrohungslage verantwortlich gemacht worden war und laut Angaben offenbar zwischenzeitlich wieder freigelassen wurde.
Erneutes Großaufgebot – WEGA durchkämmt das AKH
Unverzüglich rückte erneut ein Großaufgebot an, darunter Spezialeinheiten der WEGA, zum AKH aus. Das Spital wurde teils evakuiert und großflächig durchsucht, vor allem jene Bereiche, in denen sich der Verdächtige laut Zeugen zuletzt aufgehalten haben soll. Wie schon beim ersten Einsatz kam es zu einer deutlichen Einschränkung des Krankenhausbetriebs.
Das Krankenhaus wurde erneut von WEGA-Kräften durchsucht. Nach etwa 30 Minuten wurde der Einsatz abgebrochen. Der Mann wurde wo anders gesehen bzw gepeilt. pic.twitter.com/57jr86Av0J
— Esterreicherr (@Esterreicherr) May 10, 2025
Einsatzabbruch nach 30 Minuten – Spur führt an anderen Ort
Nach etwa einer halben Stunde beendete die Polizei den Einsatz. Grund dafür war laut ersten Informationen, dass der Verdächtige an einem anderen Ort gepeilt und dort zuletzt gesehen worden war. Das AKH blieb vorsorglich unter Beobachtung.
Kritik an Freilassung – Fragen bleiben offen
Der zweite Vorfall innerhalb weniger Stunden wirft zahlreiche Fragen auf. Insbesondere sorgt die offenbar rasche Freilassung des Mannes nach dem ersten Vorfall für Unverständnis in der Bevölkerung. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft haben sich bisher zu den genauen Hintergründen der Entscheidung geäußert. Auch ist unklar, ob weitere Schritte gegen den Mann bereits eingeleitet wurden.