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BLUTBAD

Wien: Bosnier erschießt serbische Ex-Freundin

Foto: Screenshot / iStockPhoto

Ein Beziehungsdrama zwischen einer serbischen Kellnerin und ihrem bosnischen Ex-Freund endete gestern Abend in einem Blutbad.


Die Auseinandersetzung in Wien-Meidling wurde mit zwei Kopfschüssen beendet: Die serbische Kellnerin V. J. ist im Krankenhaus und hat geringe Überlebenschancen, ihr Ex-Freund Ž. B. verübte Selbstmord und ist bereits tot.

Das Motiv der Tat soll Eifersucht sein, da die Kellnerin einen neuen Freund gefunden hat. Foto: www.heute.at (Clemens Oistric)

Täter kam gut gelaunt ins Lokal

Die Tat passierte gegen 21 Uhr – nach ihrer Schicht im „Cafe Rebeca“ in der Herthergasse – vor dem Lokal. Laut Augenzeugen soll Ž. B. eigentlich gut gelaunt ins Lokal gekommen sein. Als die Kellnerin V. J. (48) ihren Dienst beendete, wollte sie sich im benachbarten „Cafe Zero“ noch ein Bier holen. Dabei wurde sie von ihrem Ex-Freund Ž. B. verfolgt, der ihr einen Kopfschuss verpasste. Anschließend richtete er die Pistole auf seinen Kopf und drückte ab.

Notoperation im UKH Meidling

Nach einer Notoperation kämpft man noch immer um das Leben der Kellnerin, aber die Aussichten darauf sollen sehr gering sein. Der Hintergrund der Tat: Z. B. hat seine Ehefrau und vier Kinder wegen der Kellnerin V. J. verlassen, aber als diese vor mehreren Monaten einen neuen Mann fand, begann er ihr mit Mord und Selbstmord zu drohen.

Hier ereignete sich die Tat: im Cafe „Rebeca“ in der Herthergasse 20 in Wien-Meidling. Foto: www.heute.at

„Sie war wie eine Schwester für mich“

Dies bestätigte auch die Kaffeehausbesitzerin S. S. (55): „Er hat Violeta immer wieder bedroht und geschlagen. Aber so etwas Schreckliches hat ihm niemand zugetraut“. „Sie war wie eine Schwester für mich. Sie war ein sehr liebe Frau – nur mit den Männer hatte sie immer Pech“, sagte Slavica S. zu „Heute“. Laut Augenzeugen soll die Frau im Lokal sehr beliebt gewesen sein. Jetzt erinnern nur noch zwei Rosen an der Schanke an sie.

Illegaler Waffenbesitz

Die Pistole soll der vermutliche Bosnier illegal in Besitz gehabt haben. Laut Zeugen sind die beiden ein ehemaliges Paar gewesen, was man aus ihrem Streit, den die beiden zuvor in einem Lokal führten, heraushören konnte. Das angenommene Motiv ist Eifersucht.

Es handelt sich um die elfte Bluttat im neuen Jahr.