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DREIST

Wien: Car2Go buchte Benutzer fälschlicherweise 25.000 Euro ab

Car2Go 25000 Euro abgebucht
(FOTO: Daimler/Car2Go-Pressefoto)

Der Service des Carsharing-Dienstes gehört zu den beliebtesten Fortbewegungsmöglichkeiten der Hauptstadt. Auch Jakob H. war von Car2Go begeistert, bis er auf sein Konto schaute…

Im November vergangenen Jahres konnte er seinen Augen nicht trauen. Beim Kontrollieren seines Car2Go-Accounts fiel ihm auf, dass er 25.000 Euro Fahrspesen zu zahlen hat. Dies wären über 80.000 Minuten zum Preis von 31 Cent – schier unglaublich.

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Gestern entschied der EuGH in Luxemburg, dass die Vermittlung von privaten Fahrern via Uber als Verkehrsdienstleistung gilt.

Bereits damals reklamierte Jakob den Vorfall beim Kundenservice des Unternehmens. Die Zuständigen sprachen von einem Systemfehler und schrieben ihm die Summe wieder gut. Gottseidank kam es noch zu keinen Buchungen, da die 25.000 Euro das Bankkonto des jungen Wieners sprengen würden und zu Problemen mit der Bank führen würden.

Schock im Neujahr
Im Jänner folgte dann der große Schock. Car2Go versuchte 25.000 Euro von seinem Girokonto abzubuchen. „Natürlich wurde das Konto gesperrt. Die Summe sprengte alle Rahmen“, erklärt Jakob im Gespräch mit „oe24.at“.

Somit entstand ein zweifaches Problem. Nun muss sich der Wiener nicht nur mit dem Unternehmen Car2Go auseinandersetzen, sondern auch der Bank beweisen, dass die Rechnung fälschlicherweise entstanden ist. Nach ewigem hin und her bekam Jakob schließlich eine Antwort vonseiten des Carsharing-Dienstes.

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30 Minuten Gratis-Fahrt als Entschädigung
Ihm wurde erklärt, dass das die Miete des Wagens durch einen Systemfehler nicht beendet wurde, weshalb die große Summe entstanden sein soll. „Aber eigentlich macht das keinen Sinn. Immerhin bin ich zwischendurch immer wieder andere Fahrten gefahren“, so der 31-Jährige weiter.

Noch dreister als die nicht berechtigte Abbuchung ist eigentlich nur noch das Entschädigungsangebot von Car2Go. Jakob wurden 30 Minuten-Gratis-Fahrt angeboten, welche einen derzeitigen Gegenwert von 9,30 Euro hätten.

Das Unternehmen hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Bisher wurde noch keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht.

(QUELLE: oe24.at)

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