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HAUSARREST

Wien: Verurteilter Terrorist bekommt Fußfessel

Terrorist bekommt Fußfessel
(FOTO: iStockphoto)

Im Jänner 2017 wurde der 25-Jährige wegen terroristischer Vereinigung zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Nun darf er mit Fußfessel aus dem Gefängnis.

Nun hat der Mann vom Wiener Landesgericht zugesagt bekommen, dass er die letzten vier Monate seiner Haftstrafe im überwachten Hausarrest verbüßen darf. Kommende Woche wird der Verurteilte das Gefängnis verlassen.

Der gebürtige Pakistani wurde 2016 an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen und nach Österreich zurückgebracht, wo er dann sofort in Untersuchungshaft kam. Wie später gerichtlich festgestellt wurde, plante er sich der Terror-Organisation Jabhat al Nusra anzuschließen.

Nachdem der 25-Jährige die Hälfte seiner Haftstrafe abgesessen hatte, suchte er vergebens um bedingte Entlassung an. Auch weitere Versuche, die unbedingte Gefängnisstrafe in eine bedingte umzuwandeln blieben vergebens.

Daher kam der Anwalt des Verurteilten, Wolfgang Blaschitz, auf die Idee, das Verbüßen der Reststrafe im elektronisch überwachten Hausarrest zu beantragen. Auch wenn die Justizanstalt Wien-Simmering dieses Begehren ablehnte, so wurde der Beschwerde des Verteidigers im Rahmen eines Drei-Richter-Senats des Landesgerichts Folge gegeben.

Deradikalisierung im Gefängnis
Wie vonseiten der Gerichtssprecherin Salzborn betont wurde, habe der 25-Jährige im Gefängnis eine spezielle Deradikalisierungsbetreuung genossen, welche mit Interventionsgesprächen eine Abkehr vom radikalislamistischem Gedankengut bewirken will. „Das Verhalten in Haft war unauffällig und tadellos“, so Salzborn.

Der Richter-Senat habe zudem Gutachten von den betreuenden Organisationen eingeholt, welche alle positiv für das Verurteilen ausfielen. Darin wurde die Fußfessel befürwortet und auch betont, dass der Pakistani auch weiterhin betreut werde.

„Er bekommt in der kommenden Woche die Fußfessel verpasst und kann in der Pizzeria arbeiten, in der sein Vater beschäftigt ist“, erklärte sein Verteidiger Blaschitz zur. Wohnen wird er bei seinen Eltern.

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