Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Betrugsaffäre

Wiener Balkan-Grill-Chef festgenommen: Verdacht auf Betrug, Raub und Brandstiftung

Wiener Balkan-Grill-Chef festgenommen: Verdacht auf Betrug, Raub und Brandstiftung
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Restaurantbesitzer, ein blinder Rentner und verschwundene Ersparnisse – hinter dem Fall steckt mehr als nur ein Gastro-Skandal.

Der Betreiber eines Wiener Balkan-Grillhauses, Mirsad A., ist nach monatelangen Ermittlungen festgenommen worden. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor grünes Licht für seine Verhaftung gegeben. Dem Mann werden unter anderem schwerer Betrug, Raub und Brandstiftung vorgeworfen.

Fast 5.000 Euro abgebucht

Einer der bekanntesten Vorwürfe betrifft einen 71-jährigen nahezu blinden Restaurantgast. Nach Medienberichten speiste der Mann im Mai innerhalb von zwei Wochen insgesamt sieben Mal in dem Balkan-Grillhaus in Wien-Brigittenau und bezahlte jeweils mit Bankkarte. Laut seiner Darstellung wurden dabei insgesamt 4.933,33 Euro von seinem Konto abgebucht – bei einzelnen Besuchen sollen es bis zu 2.000 Euro gewesen sein.

Die ungewöhnlich hohen Abbuchungen fielen dem Mann laut Medienberichten erst Wochen später auf, als er gemeinsam mit einer Hilfsperson seine Kontoauszüge kontrollierte. Die rund 5.000 Euro hatte er über Jahre für sein eigenes Begräbnis angespart.

Als er den Verlust bemerkte, soll der 71-Jährige kollabiert sein und in ein Wiener Krankenhaus gebracht worden sein. Eine Anzeige wegen Betrugs wurde eingebracht. Gegenüber der „Kronen Zeitung“ wurden die hohen Abbuchungen zunächst unter anderem mit möglichen Fehleingaben auf den kleinen Tasten des Bankomat-Terminals erklärt.

Vermieterin erhebt Vorwürfe

Unabhängig davon erhebt eine frühere Vermieterin gegenüber der „Kronen Zeitung“ schwere Vorwürfe gegen Mirsad A. und dessen Familie. Nach ihrer Darstellung wurde der Mietvertrag im Februar 2025 abgeschlossen. Seither sei lediglich eine einzige Miete bezahlt worden, während 19 weitere Zahlungen ausständig geblieben seien.

Darüber hinaus erhebt die Vermieterin Vorwürfe wegen Raubes, Mietbetrugs und Brandstiftung im Zusammenhang mit dem Haus in Floridsdorf. Den ihr bislang entstandenen direkten finanziellen Schaden beziffert sie auf rund 150.000 Euro – mögliche Kosten infolge des Brandes seien darin noch nicht enthalten.

Nach ihrer Darstellung übergab sie der Polizei zudem Aufnahmen ihrer Überwachungskameras. Die aktuellen Ermittlungen gegen Mirsad A. umfassen laut „Kronen Zeitung“ unter anderem den Verdacht auf Brandstiftung, Raub und schweren Betrug.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen