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KURIOS

Wiener versteht Tiroler-Dialekt nicht und stürzt Treppe hinunter

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(FOTO: iStock)

Das sprachliche Missverständnis zwischen einem Wiener und einem Tiroler führt nun vor das Oberste Gerichtshof (OGH).

Weil ein Wiener die Wegbeschreibung eines Tiroler Lokalbesitzers nicht verstand, stürzte er die Treppe hinunter. Nun landet der Fall vor dem Gericht.

Zur Geschichte: Im Zuge eines Polterabends* feierte der Wiener unter Alkoholkonsum in einem Tiroler Lokal. Da er auf die Toilette musste, fragte er nach dem Weg, der im in Tiroler Mundart beschrieben wurde. Dieser verstand jedoch nichts, fragte aber auch nicht nach. Statt ins Obergeschoß stieg der Angetrunkene auf die Kellertreppe, die nach Angaben der „Presse“ „massiv abgetreten“ und „verschlissen“, nur teilweise mit einem Handlauf versehen und nicht beleuchtet war. Wenige Schritte später stürzte der Wiener.

Nun zog er vor Gericht, um finanziellen Schaden aufgrund seiner Verletzungen einzuklagen. Das Oberste Gerichtshof sprach dem Lokalbesitzer eine Teilschuld zu, denn die Treppe soll in der Tat eine Gefahr dargestellt haben, die mit einfachen Handgriffen hätten beseitigt werden können. Er muss zwei Drittel des Schadens übernehmen.

Der Wiener darf aber ebenfalls in die Tasche greifen, denn er muss ein Drittel der Kosten selbst tragen. Ungeachtet seiner Alkoholisierung soll es dem Mann zumutbar gewesen sein, nachzufragen, ob der Weg in den dunklen Keller, der richtige ist.

(Der Vorfall ereignete sich vor dem Ausbruch der Pandemie)*