Australien steht in der Runde der letzten 32 – und für Deutschland wird die Frage nach dem nächsten Gegner konkreter.
Mit einem torlosen Remis gegen Paraguay sichert sich Australien in San Francisco den zweiten Platz in der Gruppe D und damit das Ticket für die Runde der letzten 32. Die Südamerikaner hingegen beenden die Gruppenphase auf Rang drei – und könnten damit zum nächsten Gegner der deutschen Nationalmannschaft werden.
Endgültige Klarheit herrscht erst am Sonntagmorgen, wenn sämtliche Gruppenspiele abgepfiffen sind. Dann weiß Bundestrainer Julian Nagelsmann, wen sein Team am Montag um 22.30 Uhr deutscher Zeit im Sechzehntelfinale in Boston empfangen muss. Laut Spielplan trifft Deutschland auf einen Gruppendritten aus den Gruppen A, B, C, D oder F – wobei der Dritte der Gruppe B bereits vergeben ist: Bosnien-Herzegowina bekommt es mit den USA zu tun. Für die DFB-Elf kommen damit Südkorea (A), Schottland (C), Paraguay (D) oder Schweden (F) infrage.
Metcalfes Platzwunde
Überschattet wird das Spiel zwischen Australien und Paraguay von einem beunruhigenden Zwischenfall. In der 28. Minute kassiert Connor Metcalfe unbeabsichtigt die linke Hacke seines Gegenspielers Andres Cubas mitten ins Gesicht. Der St.-Pauli-Profi muss umgehend behandelt werden, wechselt sein blutdurchtränktes Trikot und kehrt schließlich mit einem dunklen Kopfverband auf den Rasen zurück.
HEEL TO THE FACE!! 😮
Connor Metcalfe receives treatment after an accidental boot to the face!
(📸 VIA SBS)#FIFAWorldCup pic.twitter.com/R0wFP0GCEG
— ESPN Australia & NZ (@ESPNAusNZ) June 26, 2026
USA verliert trotzdem
Während Australien seinen Einzug in die K.o.-Runde feiert, verliert WM-Gastgeber USA zeitgleich in Los Angeles gegen die Türkei mit 2:3. Für das Weiterkommen der Amerikaner spielt das keine Rolle mehr – sie standen bereits zuvor als Gruppensieger fest, die Türken umgekehrt als Tabellenletzter. Entsprechend groß fällt der Rotationswahnsinn auf beiden Seiten aus: Türkei-Coach Vincenzo Montella reagiert auf das bittere 0:1 gegen Paraguay mit sieben Wechseln, sein amerikanisches Pendant nimmt gleich neun Veränderungen vor.
Die Partie beginnt mit einem Blitzstart der Gastgeber: Auston Trusty trifft bereits in der dritten Minute zur Führung – vor den Augen von Hollywood-Prominenz wie Brad Pitt und Edward Norton auf der Tribüne. Doch Real-Madrid-Star Arda Güler lässt sich davon nicht beeindrucken und gleicht sieben Minuten später aus – das erste Turniertor für die Türkei. Orkun Kökcü dreht die Partie in der 31. Minute mit dem 2:1 für die Türken, Sebastian Berhalter stellt in der 49. Minute auf 2:2.
Den Schlusspunkt setzt in der achten Minute der Nachspielzeit der frühere Schalker Kaan Ayhan – 3:2 für die Türkei, der erste WM-Sieg der Türken überhaupt.