Gluthitze trifft auf Gewittergefahr – Österreich steckt mitten in einer extremen Wetterlage, die es in sich hat.
Das Hochdruckzentrum über Europa hat sich weiter nach Osten verschoben und liegt mittlerweile über Osteuropa. In der Folge klettern die Temperaturen auf 32 bis 39 Grad, in einzelnen Regionen werden sogar 40 Grad erreicht – die höchsten Werte sind dabei im östlichen Flachland zu erwarten.
Eine südwestliche Höhenströmung transportiert weiterhin sehr heiße, zunehmend aber auch feuchtere Luftmassen in den Alpenraum. Die Hitzewelle hält damit an, während gleichzeitig die Gewitterneigung – vor allem im Berg- und Hügelland – zunimmt.
Unwettergefahr steigt
Die Experten der Unwetterzentrale warnen: „Diese können lokal kräftig ausfallen und große Regenmengen in kurzer Zeit, Hagel sowie Sturmböen bringen“, schreibt Meteorologe David Kurz. Erste Warnungen wurden bereits zur Mittagszeit herausgegeben. Für den Grenzbereich zwischen Osttirol und Kärnten gilt bereits Warnstufe Rot.
Wo keine Gewitter auftreten, bleibt es trocken und vielfach sonnig. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Wind aus südlicher Richtung.
Der Samstag beginnt in den meisten Landesteilen sonnig, im Westen und ganz im Norden sind jedoch lokale Schauer oder Gewitter möglich. Im Tagesverlauf verlagern sich diese unter Verstärkung ins Berg- und Hügelland, gegen Abend sind vereinzelt auch im Flachland Gewitter zu erwarten. Lokal besteht Unwettergefahr mit Hagel und Sturmböen, ansonsten weht der Wind nur schwach bis mäßig und dreht vorübergehend auf westliche Richtungen. Die Hitze bleibt mit Höchstwerten zwischen 28 und 37 Grad weiterhin bestimmend.
Wochenende & Montag
Am Sonntag halten sich vor allem im Bergland sowie im Mühl- und Waldviertel zunächst noch Restwolken, die sich am Vormittag auflösen. Ab Mittag nimmt die Gewitterneigung an der Alpennordseite und im zentralen Bergland rasch wieder zu. Besonders im Westen sind kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen zu erwarten. In den übrigen Regionen – von Unterkärnten bis ins Burgenland sowie im östlichen Flachland – scheint weiterhin häufig die Sonne.
Der Montag bringt im Osten und Südosten anhaltend trockenes, sonniges und sehr heißes Wetter. Von Vorarlberg bis ins Waldviertel sowie generell im Bergland entwickeln sich im Tagesverlauf erneut Schauer und lokal kräftige Gewitter, bei denen große Regenmengen in kurzer Zeit zu erwarten sind.
Abseits der Gewittergebiete weht mäßiger Wind aus Süd bis Südost.