Im Fall eines schweren Missbrauchsvorwurfs musste sich ein 32-jähriger Mann aus dem Irak vor dem Wiener Landesgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine sudanesisch-stämmige Freundin gegen ihren Willen entjungfert und damit ihre Ehre verletzt zu haben.
Die Beziehung der beiden, die seit längerem bestand, war bis dahin aufgrund des strengen Glaubens und der traditionsbewussten Familie der Frau geheim gehalten worden.

Eskalation nach Erpressungsversuch
Laut der Wiener Staatsanwaltschaft hatten sich die beiden regelmäßig in getrennten Wohnungen getroffen. Doch im Mai 2023 geriet die Beziehung in eine Krise, wobei die sexuelle Enthaltsamkeit der Frau zum zentralen Konfliktpunkt wurde. Der Angeklagte soll daraufhin seiner Freundin gedroht haben, anzügliche Bilder von ihr an ihre Familie zu schicken, falls sie sich ihm nicht hingeben würde. Dieser Erpressungsversuch führte schließlich zur Eskalation der Situation.
Vergewaltigung und Anklage
Wie im kürzlich stattgefundenen Prozess offenbart wurde, soll der Mann seine Freundin vergewaltigt haben. Anschließend habe er das Opfer ausgelacht: „Nun bist du keine Jungfrau mehr und kannst keinen anderen außer mir haben.“ Diese Tat führte letztlich dazu, dass die Frau in ein Spital ging und den Mann anzeigte.
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Urteil und Reaktionen der Familie
Das nicht rechtskräftige Urteil gegen den Angeklagten lautet auf fünf Jahre Haft. Verteidiger Andreas Reichenbach kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Familie des Opfers zeigte sich erleichtert über den Schuldspruch, da in ihren Augen damit die Familienehre wieder hergestellt sei.
Hier findest du Hilfe
Falls du Personen kennst, die unter psychischen und/oder physischen Missbrauch leiden, zögere nicht um Hilfe zu bitten! Sprich noch heute mit jemandem!
TelefonSeelsorge – Notruf 142 – Erreichbar 24 Stunden
Rat auf Draht: Onlineberatung
Chatberatung Mo bis Fr, 18 – 20 Uhr
Rat auf Draht: 147
Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 / 310 87 79
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Psychiatrische Soforthilfe: 01 / 313 30