Trump spricht offen über eine „Übernahme“ Kubas – und die Karibikinsel steht dabei so allein da wie seit Jahrzehnten nicht.
US-Präsident Donald Trump hat vor Journalisten im Weißen Haus eine mögliche „Übernahme“ Kubas in Aussicht gestellt. Er glaube, dass er die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen, sagte der Republikaner und präzisierte: in irgendeiner Form – ob er das Land befreie oder übernehme. Er könnte mit dem Land alles machen, was er wolle. Konkreter wurde Trump nicht.
Kubas Isolation wächst
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt. Unter Trump verstärkte die US-Regierung ihren Druck auf die Karibikinsel – besonders nachdem die USA in Venezuela einen folgenreichen Coup gelandet hatten: Im Jänner wurde der autoritäre Präsident Nicolás Maduro in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Damit verlor Kuba einen seiner wichtigsten Verbündeten, der die Insel vor allem mit Öl versorgt hatte.
Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel steht seither unter wachsendem Druck aus Washington. Trump hatte Kubas Zugang zu Öl durch eine Blockade sowie Zolldrohungen gegen Öllieferanten weitgehend unterbunden. Seit Dezember 2025 erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, nachdem Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus Venezuela angeordnet hatte.
Über Kuba sagte Trump: „Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land.“ Und: „Es ist eine wunderschöne Insel.“
Gespräche mit Washington
Parallel dazu führen Kuba und die USA formelle Gespräche miteinander, wie beide Seiten bestätigten. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bestätigte am 14. März 2026 formelle Gespräche zwischen Kuba und den USA mit dem Ziel, durch Dialog Lösungen für bilaterale Differenzen zu finden. Erst kürzlich hatte Trump erklärt: „Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen.“