Zahlt sich der Autoimport aus? KOSMO rechnete nach!

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Zahlt sich der Autoimport aus? KOSMO rechnete nach!

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(FOTO: iStockphoto)

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Der Kauf eines neuen oder gebrauchten Autos bedeutet immer eine finanzielle Belastung. Darum schauen sich immer mehr Menschen beim Autokauf auch im Ausland um.

Wenn sie über den Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens nachdenken, schauen immer mehr Menschen auch auf Angebote aus dem Ausland, um ein möglichst günstiges Auto kaufen, das aber in der Qualität so sein sollte, wie man es auch in Österreich finden würde.

Wirklich billiger?
Aber worauf sollte man beim Autokauf bei den europäischen Nachbarn achten? Und ist der Kauf tatsächlich billiger, als wenn man den Wagen in Österreich kauft? Formal gilt immer folgendes Verfahren: Man muss berechnen, ob sich die Einfuhr eines Wagens tatsächlich auszahlt, und wenn sie es tut, folgt auf den Kauf der Import nach Österreich. Nach Abschluss des Kaufvertrags ist die erste Adresse, die Sie ansteuern, nicht die KFZ-Zulassungsstelle, an der sie das Auto anmelden, sondern das Finanzministerium, das die Umsatzsteuer und die Zulassungssteuer berechnet. Erst, wenn dieser bürokratische Akt erledigt ist, können Sie sich um die Anmeldung kümmern.

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In der Regel gilt: Je höher die Steuerpflichten für einheimische Kunden sind, desto billiger wird der Kauf für Kunden aus dem Ausland. (FOTO: iStockphoto)

Kaufen Sie nur in der EU
Eines der wichtigsten Prinzipien beim Kauf ist, die Grenzen der EU nicht zu überschreiten. Der wichtigste Grund dafür ist, dass in der EU hinsichtlich der Garantie dieselben Gesetze gelten wie in Österreich. In der Regel gilt die Garantie für zwei bis drei Jahre und auf einzelne Komponenten wie z.B. den Lack eventuell sogar länger.

Was den Kaufpreis betrifft, so ist die Umsatzsteuer entscheidend, die in den einzelnen Staaten gilt. Wenn man in Österreich ein Neufahrzeug anmeldet, wird eine Umsatzsteuer von 20 % berechnet. Anders ist das zum Beispiel in Ungarn: Dort gilt nicht nur ein Umsatzsteuersatz von 27 %, sondern es muss auch eine Steuer auf den Hubraum und die Abgase zum Kaufpreis hinzugerechnet werden. Aber das gilt nicht für Käufer aus dem Ausland. Darum ist der Netto-Kaufpreis oft niedriger als in Österreich.

In der Regel gilt: Je höher die Steuerbelastung für einheimische Käufer ist, die im Land leben, desto günstiger ist der Kauf für Kunden aus dem Ausland, denn diese müssen nicht all diese Kosten zahlen. Die Hersteller kennen die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern und passen ihre Preise den lokalen und nationalen Umständen an.

Drei entscheidende Faktoren
In Österreich als einem der wohlhabenden EU-Länder ist der Preis eines Neufahrzeugs in der Regel immer höher als im Durchschnitt der EU. Aber um wie viel billiger es ist, ein Auto im Ausland zu kaufen, darüber entscheidet in der Regel der Ausstattungsgrad:

DIE GESETZE DER EUROPÄISCHEN UNION:


Sie sind die wichtigste Garantie für einen sicheren Kauf. Darum empfehlen alle, die Suche nach einem neuen Auto auf das Gebiet der EU zu beschränken.

Häufig ist die Grundausstattung bescheidener als bei demselben Modell, das in Österreich angeboten wird. Es kann jedoch auch genau umgekehrt sein. In einigen Ländern wird auf Sonderausstattung und erweitertes Zubehör eine Sondersteuer erhoben, und es hängt immer davon ab, woher und wohin Sie das Auto importieren. Drei Faktoren sind für den Preis des Neufahrzeugs im Ausland entscheidend: die Steuerbelastung, die Sie erwartet, die Kaufkraft in dem Land, in dem Sie das Auto kaufen, und seine Ausstattung.

Wie ist es mit Gebrauchtwagen?
Auch wenn im Ausland meistens Neufahrzeuge gekauft werden, so gilt, was für das Neufahrzeug gilt, auch für den Gebrauchtwagen. Hier ist es am wichtigsten, erst einmal festzustellen, ob das importierte Auto überhaupt so viel besser und günstiger ist als das, das am heimischen Markt angeboten wird. Im Falle, dass der finanzielle Unterschied spürbar ist, wird der Import zum interessanten Thema, obwohl unklar ist, wie sie die Ankaufstests und die Probefahrt durchführen wollen. Wie auch beim Neufahrzeug ist darauf zu achten, dass Sie 20 Prozent auf den Import und auch die Zulassungssteuer zahlen.

Immer vorsichtig
Dank den EU-Gesetzen gibt es beim Autokauf mit dem günstigen Import eine Alternative. Wenn Sie ein Auto in einem EU-Staat kaufen, sind Sie als Kunde hinsichtlich Garantie und Wartung auf der sicheren Seite. Besonders interessant ist der Import im Falle jener EU-Länder, die einen deutlich niedrigeren Standard haben als Österreich. Denn dort wird es oft erheblich billiger.
Egal, welche ernsthaften Artikel Sie im Internet finden, das wichtigste Prinzip zur Vermeidung von Risiken beim Autoimport bleibt die Regel, dass Sie Ihren Neu- oder Gebrauchtwagen innerhalb der EU suchen. Denn in Ländern, die nicht der EU angehören, bildet jeder Schaden am Auto einen Risikofaktor und die Garantie ist meistens wertlos.

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Drei Faktoren bestimmen den Preis: die Steuerbelastung, die Kaufkraft des Landes, in dem das Auto erstanden wird, und die Ausstattung des Wagens. (FOTO: iStockphoto)

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