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Grazer Schulmassaker

10 Euro für die Schießausbildung: So bereitete sich der Täter vor

10 Euro für die Schießausbildung: So bereitete sich der Täter vor
FOTO: iStock, EPA/Antonio Bat
2 Min. Lesezeit |

Monatelang trainierte er im Schützenverein, durchlief alle Ausbildungsstufen. Wochen später erschoss der gescheiterte Schulabbrecher Arthur A. zehn Menschen im Grazer BORG-Gymnasium.

Der Grazer Amokläufer Arthur A. plante seine Tat akribisch. Zehn Menschenleben hat er auf dem Gewissen. Monatelang trainierte er in einem Schützenverein, der strategisch zwischen seinem Wohnort und dem späteren Tatort – dem BORG-Gymnasium (Bundesoberstufenrealgymnasium) in Graz – lag. Dort erlernte er systematisch den Umgang mit Schusswaffen.

Wie das „profil“ berichtet, zahlte Arthur A. als Neuling zunächst 10 Euro für eine Schnupperkarte im Schützenverein. Sein Ehrgeiz trieb ihn an, nicht nur die Grundstufe für Luftgewehre zu absolvieren, sondern alle drei Ausbildungsstufen zu durchlaufen. Nur wenige Wochen nach diesem Training verübte er den verheerenden Anschlag auf seine ehemalige Schule, bei dem Schüler und Lehrkräfte ums Leben kamen.

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Gescheiterter Lebensweg

Der Täter stammte aus einem Vorort von Graz. Seine Biografie zeigt das Bild eines gescheiterten jungen Mannes: Schulabbrecher, zuletzt beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitssuchend gemeldet. Die sechste Klasse hatte er nicht bestanden und verließ die Bildungseinrichtung schließlich ohne Abschluss. Mobbing-Erfahrungen sollen ihn belastet haben.

Trotz dieser problematischen Vorgeschichte besaß Arthur A. legal eine Waffenbesitzkarte. Einen Waffenpass, der das Führen von Waffen in der Öffentlichkeit erlaubt hätte, hatte er allerdings nicht. In seinem Besitz befanden sich eine Glock-Pistole sowie eine Schrotflinte der Kategorie C.

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Fehlende Empathie

Unter den Todesopfern befand sich auch die Tochter seiner Nachbarn. In seinem Abschiedsschreiben hinterließ Arthur A. lediglich den Satz: „Kümmert euch um die Katze.“ Ein Zeuge beschrieb den Täter mit den Worten:

„Habe nie einen empathieloseren Menschen erlebt.“

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KO KOSMO-Redaktion
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