Ein Schulstreit in Louisiana endet tödlich – ein 13-Jähriger zieht eine Waffe, und nichts bleibt, wie es war.
Ein 13-jähriger Junge hat in den USA seinen Vater erschossen, weil er sich weigerte, zur Schule zu gehen. Der Vorfall ereignete sich vor zwei Wochen gegen 7:30 Uhr, als der Mann seinen Sohn zur Tangipahoa Alternative School in Hammond, Louisiana bringen wollte.
Als der Junge nicht aus dem Fahrzeug aussteigen wollte, wurde ein Schulpolizist auf den Streit aufmerksam und kam hinzu. Der Vater entschloss sich daraufhin, seinen Sohn wieder mit nach Hause zu nehmen, ließ den Motor an und fuhr die Schulauffahrt hinunter – in diesem Moment fiel ein Schuss. Das Geländefahrzeug verlor die Kontrolle und prallte gegen ein Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Im Fahrzeug befand sich zum Zeitpunkt des Schusses auch ein fünfjähriges Kind.
Festnahme an der Schule
Die Polizei Hammond schilderte den Vorfall auf Facebook. Nachdem der Schuss gefallen war, verließ der 13-Jährige das Fahrzeug und lief mit der Waffe in der Hand auf den Schuleingang zu, wo ihn der Schulpolizist widerstandslos festnehmen konnte. An der Schule wurde umgehend Alarm ausgelöst.
„Die Schüler befanden sich innerhalb weniger Minuten – wahrscheinlich weniger als einer Minute – in ihren Klassenzimmern. Die Türen zu den Klassenzimmern und zum Gebäude wurden verriegelt“, erklärte die Schulleitung.
Der schwer verletzte Vater wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert, erlag jedoch wenige Tage später seinen Verletzungen. „Manchmal geschehen schlimme Dinge einfach“, sagte Polizeichef Edwin Bergeron. „Diese Art von Gewalt ist sinnlos und empörend und macht leider deutlich, warum Schulpolizisten so wichtig sind“, so Bergeron.
Anklage wird hochgestuft
„Wir sind unglaublich dankbar, dass wir einen Schulpolizisten an der Schule hatten, der eingreifen und weitere Verletzungen verhindern konnte“, ergänzte Bergeron.
Der Jugendliche wurde zunächst wegen versuchten Mordes in Haft genommen. „Angesichts des Todes des Opfers wird erwartet, dass die Anklage auf Mord zweiten Grades hochgestuft wird.“