Dubrovnik wird zum Schauplatz eines energiepolitischen Meilensteins: Kroatien und Bosnien-Herzegowina rücken enger zusammen.
In Dubrovnik wird heute ein Abkommen zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina unterzeichnet, das den Rahmen für die gemeinsame Zusammenarbeit beim Aufbau einer grenzüberschreitenden Gasinfrastruktur festlegt. Die Verhandlungsteams beider Länder hatten sich zuvor auf den endgültigen Vertragstext geeinigt. Unterzeichnet wird das Dokument von der Vorsitzenden des Ministerrats von Bosnien-Herzegowina, Borjana Krišto, sowie vom kroatischen Premierminister Andrej Plenković.
Intensive Vorverhandlungen
Dem Abschluss gingen intensive Verhandlungsrunden voraus, in denen die verbleibenden technischen Fragen zwischen den Delegationen beider Seiten geklärt wurden. Dass die Unterzeichnung bereits beim heutigen Forum in Dubrovnik erfolgen kann, ist auch der zügigen Zustimmung aller zuständigen Institutionen in Bosnien-Herzegowina zu verdanken.
Ratifizierung & Umsetzung
Im Anschluss an die Unterzeichnung soll das Abkommen in einer außerordentlichen Sitzung vom Ministerrat Bosnien-Herzegowinas sowie vom Staatspräsidium ratifiziert werden. Parallel dazu hat die Regierung der Föderation Bosnien-Herzegowina bereits gestern eine Fachkommission eingesetzt, die die städtebaulichen Genehmigungsverfahren für den Bau der Gaspipeline „Südliche Interkonnexion Bosnien-Herzegowina und Republik Kroatien“ begleiten soll.
Dies wurde, wie das Portal Avaz berichtet, gestern bestätigt.