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Migrationskrise

300 Festnahmen: Marokko stoppt nächsten Ansturm auf Ceuta (VIDEO)

300 Festnahmen: Marokko stoppt nächsten Ansturm auf Ceuta (VIDEO)
FOTO: EPA/JALAL MORCHIDI
2 Min. Lesezeit |

Ceuta bleibt ein Brennpunkt: Nach dem verheerenden Ansturm Ende Juli rüstet sich die Exklave erneut für das Schlimmste.

Hunderte Migranten haben am Samstag versucht, die spanische Exklave Ceuta von marokkanischem Territorium aus zu erreichen – offenbar ohne Erfolg. Wie das Nachrichtenportal Le360 berichtet, wurden rund 300 Personen, darunter überwiegend Staatsangehörige aus Ländern südlich der Sahara, auf marokkanischer Seite der Grenze festgenommen. Ein Vertreter der Behörden bezeichnete das Vorgehen als „Routinemaßnahme zur Verhinderung von Versuchen der irregulären Migration“ in Richtung Ceuta. Aufgegriffen wurden die Migranten auf einem bewaldeten Hügel oberhalb von Fnideq.

Bereits am Mittwoch hatten die marokkanischen Behörden angekündigt, verstärkte Maßnahmen zu ergreifen, nachdem in sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Ansturm auf Ceuta am 15. August kursierten. In den betreffenden Beiträgen wurde das Gerücht verbreitet, die Grenze zur Exklave werde an diesem Tag geöffnet. Auch auf spanischer Seite bereiteten sich Militär und Polizei auf einen möglichen neuerlichen Zustrom vor.

Lage in Ceuta

Vor rund zwei Wochen hatten nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Migranten Ceuta auf dem Landweg oder schwimmend erreicht. Der überwiegende Teil wurde in der Folge nach Marokko zurückgebracht. Während des Ansturms kamen laut offiziellen Angaben 91 Menschen ums Leben. Tausende Migranten halten sich seither noch immer in der Exklave auf und leben dort auf der Straße.

Das spanische Innenministerium geht davon aus, dass sich nach wie vor rund 5.000 jener Migranten in Ceuta befinden, die am 30. Juli die Grenze überquert hatten. Ein EU-Lagebericht von Anfang August nennt hingegen eine deutlich höhere Zahl von 11.000 Personen. Die Situation in der Exklave wird darin weiterhin als „chaotisch“ eingestuft – die Betroffenen leben auf den Straßen der Stadt.

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KO KOSMO-Redaktion
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