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Anstieg

4.847.789 Krankenstände: Österreich vor neuem Rekord

(FOTO: iStock/Tero Vesalainen/BKA/Florian Schrötter)
(FOTO: iStock/Tero Vesalainen/BKA/Florian Schrötter)

Die Hoffnung auf eine Beruhigung der Krankheitslage in Österreich nach den langen Pandemiejahren scheint zu schwinden. Aktuelle Daten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) offenbaren eine zunehmend angespannte Situation: Mit 322.077 Personen im Krankenstand verzeichnet Österreich einen Anstieg um 8,5% im Vergleich zur Vorwoche. Zudem zeichnet sich ab, dass 2023 ein Rekordjahr in Sachen Krankenstände werden könnte – und das trotz bereits hoher Zahlen während der Pandemie.

Laut den jüngsten Daten der ÖGK (Stand 31. Oktober) wurden dieses Jahr bereits 4.847.789 Krankenstände verzeichnet. Damit nähern wir uns dem bisherigen Rekordjahr 2022, das mit 5.712.742 Krankenständen in die Geschichte einging. Sollte der aktuelle Trend anhalten, wird dieser Rekord wohl gebrochen.

Vergleich zur Vorwoche

Die Corona-Zahlen sind dabei besonders besorgniserregend. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der offiziell Infizierten um ein Drittel auf 38.996 gestiegen. Doch das ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs: Viele Menschen lassen sich nicht mehr auf Corona testen, was die Dunkelziffer vermutlich in die Höhe treibt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag die Zahl der Infizierten noch bei 21.767.

Anstieg um 13 Prozent

Hinzu kommt, dass aktuell 95.057 Menschen mit einem grippalen Infekt das Bett hüten – ein Anstieg um 13 Prozent. Dabei besteht die Möglichkeit, dass viele dieser Patienten tatsächlich an Covid erkrankt sind, ohne es zu wissen.

Interessant ist auch ein Blick auf die durchschnittliche Dauer eines Krankenstandes: Laut Statistik Österreich beträgt diese 9,4 Tage. Jeder Angestellte oder Arbeiter wird im Jahr im Durchschnitt knapp 15 Tage krankgeschrieben.

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2023 könnte ein Rekordjahr für Krankenstände in Österreich werden. Besonders die steigenden Corona-Zahlen und die vermutlich hohe Dunkelziffer geben Anlass zur Sorge. Die Hoffnung auf eine Beruhigung der Krankheitslage scheint vorerst vergebens.